Pokern mit Strategie

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Montag, 15. März 2010

Wo ich im vorigen Post noch was zum Thema "fail" hatte...

Der Inhalt dieses Posts läßt sich am besten so betiteln:

"Blackmail Fail"

Ich habe Anfang letzter Woche einen Brief bekommen. Das ist jetzt weder ein fail, noch was besonderes. Das war aber ein ganz spezieller Brief. Der Absender war eine "Inkasso-Treuhand GmbH" (das ist nicht der Name, sondern die im Briefkopf geführte Beschreibung der Branche) mit Sitz in Norddeutschland (Genaueres lasse ich mal weg).

Im ersten Moment war ich "überrascht", im zweiten Moment (also während des Lesens) dachte ich mehrfach "WTF?" und im dritten Moment (als ich das Lesen beendet hatte) gab es nur eins zu sagen: "Nich mit dem Commander!". Aber der Reihe nach.

Grob gesagt ging es darum, daß dieses "Unternehmen" scheinbar vom Brillendealer meines Vertrauens wegen ausstehender Zahlungen beauftragt wurde abzukassieren. Beim Lesen blieb mein müdes Auge jedoch an einigen Dingen hängen. Deswegen hier auszugsweise Zitate (die Einträge in den eckigen Klammern sind übrigens meine eigenen Kommentare zu dem Text, wie man sich vermutlich denken kann):

"Sehr geehrter Herr Boenke,

unser Außendienst hat Sie in der Vergangenheit leider nicht antreffen können. [Da hab ich schon zum zweiten Mal gestutzt. Das erste Mal war bereits der Betreff, der besagte, daß mein Brillendealer ne Forderung hat.] Wir gehen daher davon aus, daß Sie einer regelmäßigen Arbeit nachgehen. ["Einer regelmäßigen und ehrbaren, bei der ich die Kunden nicht wie Graf Koks von der Halde generös herablassend von oben herab anquatsche.", möchte ich hinzufügen, ihr Unsympathen...] Wir sind nunmehr beauftragt, Ihnen ohne Präjudiz für die Sach- und Rechtslage folgenden Vergleichsvorschlag zu unterbreiten. ["Oh Danke, Bwana! Ihr seid mir gegenüber also in eurer unermeßlichen Gnade dazu bereit, ganz vorurteilsfrei eine Nachricht zu überbringen, die man euch auf den Weg gab. Ich werfe mich in den Staub vor euch - damit ich näher an euren Schuhen dran bin, um gezielt auf sie drauf zu kotzen..."]
Bisher stehen insgesamt 89,95 EUR zur Zahlung aus.
Wir schlagen Ihnen daher vor, dass Sie lediglich einen Betrag in Höhe von 44,92 EUR zahlen.
Durch Zahlung des Vergleichsbetrages wäre die Angelegenheit dann für Sie endgültig erledigt." ["Ach, wie jetzt? Wenn ich das Vergleichsangebot annehme, dann ist schon Schluß? Das kommt ja überraschend!"]

Danach kam halt noch übliches Geseiher über Fristen, Bitte um Benachrichtigung, ob ich das jetzt machen will, juristisch abgesicherte Drohungen durch die sprachlich gestelzte Blume und der obligatorische Überweisungsvordruck.

So weit so gut. Wie gesagt: An dem Punkt hieß es bei mir: "Nich mit dem Commander!". Warum? Naja, aus folgenden Gründen:
1. Ich habe das letzte Mal vor über einem Jahr mit dem Nasenfahrradmonteur zu tun gehabt, mit dem Ergebnis, daß ich da ca. 40 € gegen tragbare Fensterscheiben samt Rahmen eingetauscht habe.
2. Ich habe in all der Zeit keine Forderungen vom Optiktrickserbetrieb bekommen, daß da was offen wäre. Keine Briefe, keine mails, keine Anrufe, sondern schlicht und ergreifend "NÜSCHT!"
3. Die Außendienstmitarbeiter, die mich nicht angetroffen haben wollen, scheinen Romulaner zu sein. Offensichtlich enttarnen sie sich nur dann, wenn das Zielobjekt auf dem Schirm auftaucht. Ansonsten bleiben sie für alle unsichtbar. Wie sonst soll ich mir erklären, daß in diesem Haushalt, in dem an jedem einzelnen Tag der Woche rund um die Uhr immer mindestens eine Person da ist, keiner je etwas von diesen Mitarbeitern gehört oder gesehen hat? Könnte man ja eigentlich erwarten, daß die zumindest mal freundlich klingeln und fragen ob das Opf... ahm, die Zielperson da ist - und falls nicht, dann hinterläßt man nen verschlossenen Umschlag, der dann ganz Thriller-like dem bis dato ahnungslosen Menschen offenbart, daß er nicht unbeachtet bleibt. Kurz: keine Sau hat sie je gesehen und sie haben sich nie bemerkbar gemacht.
4. Solche Vergleichsangebote sind natürlich ne Möglichkeit so etwas zu bereinigen, aber irgendwie werde ich durchaus skeptisch, wenn sowas gleich im ersten Schreiben kommt, anstatt daß man da über Ratenzahlungen redet bzw. mal anfragt, was sich denn der Schuldner so vorstellt/leisten kann.

Das alles, zusammen mit der Tatsache, daß ich zwar durchaus mal so hell wie drei Dunkle sein kann, aber definitiv nicht nur mit dem Klammerbeutel gepudert wurde, veranlaßte mich dazu, einfach mal ganz "doof" beim Spekuliereisenklöppelunternehmen anzurufen und zu fragen: Was denn da eigentlich noch zu zahlen wäre. Und siehe, es ward Licht.

In dem kurzen und freundlichen Telefonat konnte man auf Anhieb nichts finden, was ich noch zu bezahlen hätte, aber man wollte das mal genauer checken und mich innerhalb der nächsten zwei Tage zurückrufen. Gesägt, tun getan und nur einen Tag danach schrillte das Fernofon, nur um mir mit quäkender Stimme das Ergebnis vom anderen Ende der Leitung zu übermitteln - nämlich: Kein Ergebnis.

Nachdem das geklärt war, war die Zeit zur Gegenoffensive gekommen und so schrob (DÄ ftw! :D) ich an das Inkasso-Unternehmen folgenden Brief:

"Sehr geehrte Damen und Herren,
Bezug nehmend auf Ihr Schreiben vom 08.03.2010 (Betreff: Aktenzeichen blablabla) schreibe ich Ihnen als Interessensvertreter meiner eigenen Person. Nachdem ich mir bei dem von Ihnen angeführten Gläubiger Auskunft eingeholt habe, bleibt festzustellen, daß dort keinerlei Forderungen gegen mich vorliegen. Aus diesem Grunde möchte ich Ihnen mitteilen, daß ich Ihr Schreiben als eine von Form "dilletantischem betrügerischem Erpressungsversuch" werte und habe mich daher selbst damit beauftragt Ihnen mit vollkommener Präjudiz der Sach- und Rechtslage folgenden Vergleichsvorschlag zu unterbreiten.
Bisher stehen insgesamt 1,55 EUR (Telefon- und Portokosten bezüglich der Klärung des Sachverhaltes) zur Zahlung, sowie eine Anzeige wegen Betrugs und eine dringende sowie erst- und einmalige Aufforderung zur Aussage Ihrerseits darüber, wie Sie an meine Daten gekommen sind, um mich mit dieser Frechheit um mein Geld erleichtern zu wollen, aus.
Ich schlage Ihnen daher vor, daß Sie mirlediglich offenlegen, woher meine Daten in Ihrer Kartei stammen und daß ich nie mehr von Ihrer "Hobby-Kriminellen GmbH" höre.
Durch Erbringung dieser Leistungen wäre die Angelegenheit dann für Sie vermutlich erledigt.
Ich möchte Sie bitten, mir mitzuteilen, ob Sie sich mit dem Vergleichsvorschlag einverstanden erklären.
Für den Fall, daß Sie das Vergleichsangebot akzeptieren, bitte ich um Rückmeldung bis zum 15.03.2010.
Bei fruchtlosem Fristablauf bin ich beauftragt, das Verfahren bis zum bitteren Ende gegen Sie durchzuführen (und um es mal etwas weniger lustig zu formulieren: Mein Rechtsanwalt ist bereits über sämtliche Fakten in Kenntnis gesetzt und bereitet für alle Fälle schon einmal den für Sie sehr schmerzlichen Rechtsweg vor) [Anm. Der Vater meiner Lebensgefährtin ist Rechtsanwalt, u.a. Fachanwalt für Strafsachen... Rechtlicher Beistand für lau - I like! ^^]
Das Vergleichsangebot ist dann hinfällig.
Mit freundlichen Grüßen"

Tja, der "Fristablauf" war Heute. Gehört habe ich von dem Verein nichts mehr. Ich geb Ihnen noch zwei Tage Aufschub und dann darf da mal "mein" Anwalt anrufen. [insert diabolic laughter] Die sollen sich ruhig ein wenig in die Hosen machen, nachdem sie meinen Brief scheinbar als "nicht ernst zu nehmen" eingestuft haben. ;)

Mittwoch, 3. März 2010

Neulich beim Einkaufen

Wenn man durch die Regalreihen des Supermarktes seines Vertrauens schlendert, dann kann man mitunter seltsame Sachen sehen. So ist es mir Heute gleich zweimal passiert. Zum ersten Bild kann ich nur sagen: Wenn mir jemand nur das Schild vorgelesen hätte, dann hätte ich mir definitiv was anderes vorgestellt...



Das zweite Bild ist etwas, bei dem ich mir noch nicht ganz sicher bin. Man kennt es ja. 125 g von Produkt A kosten x und 150 g von Produkt B kosten y. Da bleibt dann die Frage: Wo kriege ich mehr für mein Geld? Als Entscheidungsfindungshilfe, um den armen Kunden nicht übers Ohr zu hauen, finden sich dann unten in der Ecke immer Referenzgrößen in gefühlter Schriftbildgröße 0,5 oder weniger , die den Preis auf ein mehr oder minder einheitliches Maß runterbrechen. So weit so gut. Nun betrachte man sich das hier:


Ich weiß ja nicht... Entweder hat der Schilderbastler das Thema "Dreisatz" immer mit ner konstanten Leistung von "Sechs! Setzen!" abgeschlossen, oder das ist einfach der geilste "Mengenrabatt" ever.
1 mL = 0,51 €
150 mL anstatt 76,50 € nur 0,77 €

Montag, 22. Februar 2010

Nummernschild fail!

Ok, jeder hat es schonmal gesehen - Nummernschilder, die irgendwelche lustigen Wörter oder auch Abkürzungen bilden. Mir persönlich sind (als highlights) schon untergekommen:

B-ND (also bitte . . . ich dachte immer, daß das ein GEHEIMdienst ist, da ist das ja wohl ein wenig zu offensichtlich . . .)
F-BI (die haben hier auch zu tun?!?)
C-IA (naja, bei denen glaub ich das schon eher . . .)
K-GB (ok, DAS war ja klar . . .)
BO-MB (Bin Laden inc.!!!!!!!!!!!!!)
WAF-FE (no comment)
K-KK (also, das Einzige, was härter ist als so ein Schild zu führen, ist so ein Schild überhaupt erst zuzulassen . . .)
LM-AA (WORD! T&alk about attitude! *gg*

Aber, was ich vorhin direkt vor mir auf der Straße gesehen habe, toppt selbst den "Leck-mich-Typen"


Mal ehrlich, liegt es an mir und meinem versauten Geist, oder hat der Halter dieses Wagens einfach nur versagt? Ich meine, wenn die Initialen des Speditionsinhabers (ja, es war ein LKW) A.L. sind, dann ok, wenn man das als "Sekundärbuchstaben" auf den Nummernschildern seiner LKW's haben will, dann ist das ja Standard, aber wenn man aus einem Ort kommt, der als Nummernschildanfang AN vorgibt, dann sollte man vielleicht doch nochmal nachdenken... außer man will für ne Menge Lacher sorgen. xD

Dienstag, 3. November 2009

Alles Käse

Was mir gerade so beim vertilgen eines Fertiggerichtes der Marke "Knorr" (Nudeln in Broccoli-Käse Sauce) auffiel: Käse ist das ultimative Lebensmittel! Das Zeug schmeckt pur in (nahezu) jeder Form und veredelt einfach alles, egal ob Pizza, Pasta, Gemüse, Butterbrote oder was auch immer. Von Daher:

Ein "Hurra!" auf den Käse!

Freitag, 30. Oktober 2009

Drogen Hooray!

Das ist ja mal interessant...

"In einem Bericht für das Kriminalitäts-Forschungszentrum des Londoner King's College kritisierte David Nutt insbesondere die geplante Einstufung von Cannabis als illegale weiche Droge. Schließlich bestehe bei der Substanz nur ein "geringes Risiko", psychische Krankheiten zu verursachen. Wenn die Regierung glaube, junge Leute durch eine drohende Strafe von Drogen fernzuhalten, habe sie "wahrscheinlich unrecht"." (Quelle: web.de)

Worum gehts? Die britische Regierung hat Cannabis bezüglich des Strafmaßes heraufgestuft und dieser Mr. Nutt widerspricht dem offenbar. Die Frage, die sich hier, wie immer beim Thema "Straftatbestand und Androhung von Konsequenzen" stellt, ist:

Was bringen Strafen eigentlich bzw. die Androhung derselben denn? Gar nichts! Das haben etliche Studien schon gezeigt und mal ganz ehrlich: Jeder Mensch weiß, daß das, was er Verbotenes tut, bestraft wird, aber trotzdem tun es genug Leute. Warum sind die Gefängnisse weltweit denn voll? Bestimmt nicht, weil die Insaßen sich IQ-technisch irgendwo zwischen verschimmeltem Toastbrot und Zimmertemperatur bewegen, sondern schlicht und ergreifend weil es nichts gibt, das einen potentiellen "Straftäter" davon überzeugen könnte, daß er ins Klo greift, wenn er sowas böses tut.

Das waren mal meine 2 Cent zum Thema "Kriminalität, Abschreckung usw.". Das soll aber letztlich gar nicht das Thema sein. Vielmehr finde ich es erstaunlich, zu welchem Ergebnis Mr. Nutt kommt:

"Alkohol kommt demnach auf Rang fünf, nur Heroin, Kokain, Barbiturate und der Heroin-Ersatzstoff Methadon richten laut Nutt mehr Schaden an. Die Volksdroge Nikotin in Form von Zigaretten belegt bei Nutt Platz neun. Cannabis, LSD und Ecstasy landeten hingegen auf den Plätzen elf, 14 und 18. Ecstasy sei auch nicht gefährlicher, als ein Pferd zu besteigen, meinte der Drogenberater." (Quelle: web.de)

Was heißt das denn jetzt? Na, ist doch klar: Leute, gebt das Rauchen und Saufen auf, haut euch lieber den Schädel mit Cannabis zu, zieht euch LSD rein, freßt Ecstasy kiloweise und geht vor allem Reiten!

Also, mal ehrlich, was ist das denn für eine dämliche Studie? Ja, Droge ist nicht gleich Droge, wenn man die Auswrikungen betrachtet, aber letztlich ist es doch so: Droge ist verdammt nochmal gleich Droge! Ob ich mir meine Hirnzellen mit Alkohol oder Cannabis wegknalle, ob ich mich von Glimmstengeln oder Spritzen abhängig mache, ob ich mir den ultimativen Adrenalinrausch durch Action pur gebe oder ein Pferd reite (ich liebe diesen Verweis!^^) - ES IST SCHEISSE!

Deswegen finde ich diese Studie nutzlos. Vollkommen nutzlos. Aber das ist ja das Problem Heute. Nutzlosigkeit wird erforscht bis zum Exzess und den Menschen dann als ultimative, überlebenswichtige Erkenntnis serviert. Danke dafür...

Von Tennislegenden und Topjuroren...

Als ich gerade meine mails bei web.de abfragen wollte, sprangen mich auf der Startseite zwei schockierende Meldungen an.

"Rolfe" wird in der nächsten Runde von "Germany's Next Top-Bulimisten" nicht mehr in der Jury sein. NEEEEEIIIIIIN! Das könnt ihr mir doch nicht antun! Oh mein Gott! Mein Leben hat keinen Sinn mehr... Krieg in Afghanistan, Menschenrechtsverletzungen in China, Friedensnobelpreise für den amerikanischen präsidentialen Heilsbringer, Not, Elend, Leid, Hunger, Pestilenz und Verfall - das ist alles schlimm, aber daß "Rolfe" nicht mehr Juror sein wird, stellt natürlich alles in den Schatten...

Naja, fast alles, denn eine Sache ist noch schlimmer....

Andre Agassi, seines Zeichens Ex-Tennisprofi und nun schon seit Jahren Graf-Ficker (hmm, irgendwie kommt der Wortwitz geschrieben nicht so toll rüber...^^), hat ein, Zitat, "Dunkles Geheimnis", welches jedoch nicht so dunkel ist, daß er es nicht doch in seiner bald erscheinenden Biographie an die große Glocke des "seht-mich-an-Bedürfnisses" hängen würde. Er litt schon sehr früh an Haarausfall und seine Haarpracht, die ihn, neben seiner Kleidungswahl auf dem Court, zum Tennis-Rocker qualifizierte, war jahrelang ein Toupet! OMFG! Ich fall vom Glauben ab und schmeiß mich hintern Zug...

Not, Elend, Leid, Hunger, Pesti.... ach lassen wir das. Die Leute von web.de haben schon Recht. Man muß halt ein Gespür dafür haben, was man den Lesern/Betrachtern in puncto Nachrichten heutzutage in der übermedialisierten Welt präsentiert.

Täglich verhungern abertausende von Kindern, werden abertausende Menschen gefoltert und getötet, werden abertausende von Verbrechen von denen Begangen, die einen vor solcherlei Verbrechen schützen sollen, aber nur der wahrhaft kundige Geist vermag es mit seinem geschulten Auge durch das Dickicht der Belanglosigkeiten dieser Welt hindurchzublicken und es dann mit seinem langerprobten großen Maul hearuszuschreien, was WIRKLICH von Bedeutung ist. WIRKLICH VON BEDEUTUNG!!!

In diesem Sinne gönnen wir uns doch alle eine Träne im Knopfloch für diese erschütternden Nachrichten, diue zumindest mein Leben jetzt nachhaltig geprägt haben...

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Blut für den Blutgott!

Ähm, *räusper* Verzeihung für diesen Ausbruch eines "Warhammer Fantasy"-geschädigten Bloggers...

Worum es geht? Um das hier:

Mercedes-Benz ist "in die Kritik geraten", weil sie von ihren Bewerben Blutproben verlangen. Diese Blutproben sollen, laut Mercedes, keinerlei Einfluß darauf haben, ob denn ein Bewerber eingestellt wird oder nicht.

Nun mag man denken: Na gut, wenn das keine Gewichtung bezüglich der Stellenvergabe besitzt, dann kann man das ja mal machen. Aber wer das ernsthaft glaubt, der ist mit dem Klammerbeutel gepudert worden...

Was soll denn so ein Bluttest bewirken? Warum macht man den denn? Natürlich um etwas festzustellen. Und was will man feststellen? Genau das, was man in einem Vorstellungsgespräch nicht erfahren soll bzw. muß (luat offizieller Rechtslage), um eben den Bewerben, wenn sie denn einen "Makel" aufweisen, dennoch die Chance auf eine Anstellung zu geben.

Anhand eines solchen Bluttests kann man feststellen, ob ein Bewerber/eine Bewerberin schwanger ist, Drogen nimmt, dem Alkohol frönt oder schlimme Krankheiten hat und was weiß ich noch... Und sollte einer dieser Fälle sich als positiv erweisen, dann kann mir doch keiner erzählen, daß Mercedes diese Person tatsächlich einstellen würde.

So weit, so . . . naja . . . Vom unternehmerischen Standpunkt aus gesehen ist das nachvollziehbar. Wer möchte denn jemanden einstellen, der womöglich innerhalb des nächsten Jahres schon wegen Schwangerschaft oder Krankheit ausfällt, bzw. direkt mal im Vollrausch oder komplett zugedröhnt den ersten Dienst antritt? Allerdings gibt es da letztlich doch noch ein Problem, was dieses Schwert besonders zweischneidig macht...

Es ist, im Rahmen eines Einstellungsgespräches, unzulässig, daß ein Arbeitgebeer einem potentiellen Arbeitnehmer Fragen nach eben genau diesen Dingen stellt. Um so etwas festzustellen, gibt es in der Regel die "Einstellungsuntersuchung", d.h. nach Abschluß eines Vertrages wird der Neu-Lohnsklave medizinisch überprüft und dann sieht man, ob eine der oben genannten Situationen eintritt.

Und da beißt sich die Katze selbst in den Schwanz. Warum? Halten wir uns mal an Fakten:

- Ein Arbeitgeber darf einen Bewerber nicht nach schweren Krankheiten, Schwangerschaft, Drogen- und/oder Alkoholkonsum befragen, damit die Chancen des Bewerbers nicht von vornherein gleich Null gehen [Ich kenne Leute, die zwar durchaus mal ordentlich "einen durchziehen", also sich die Birne mit Drogen vollhauen, aber dennoch in dem, was sie tun, verdammt kompetent sind].
- Schwangerschaft ist eine temporäre Erscheinung, die ebenfalls keinerlei Aussagekraft bzüglich der Qualifikation zuläßt.
- Gleiches gilt in der Regel für Krankheiten. Wenn jemand, sagen wir mal AIDS hat (um ein Extrembeispiel zu bemühen), dann sagt das nichts über seine Fähigkeiten aus.

Von daher könnte man sagen, daß es einen potentiellen Arbeitsgeber einen Scheißdreck angeht, ob da irgendwas in dieser Richtung vorliegt, solang die Qualifikation paßt und der Bewerber sich kompetent darstellt.

A B E R ! ! !

Jetzt kömmt die crux.

Was nützt es einem Arbeitgeber denn, wenn er jemanden einstellt und dann feststellt, daß er innerhalb der nächsten 1 - 3 Jahre bereits langfristig ausfällt, also quasi "totes Kapital" darstellt (human ressources, anyone?).
Ein Arbeitnehmer kann noch so kompetent sein, aber wenn sie schwanger ist und dann wirft und Mutterschaft in Anspruch nimmt, oder er innerhalb der nächsten 2 Jahren auf immer ausfällt wegen seiner schweren Krankheit, dann steht der Arbeitgeber blöd da. Warum? Naja, wegen dieser Kausalitätskette:
Bewerbung erhalten, Bewerber eingestellt, Bewerber fällt auf lange Zeit (für immer?) aus, Arbeitgeber braucht schon wieder ne neue Kraft.

So, was soll dieser Exkurs?

Ganz einfach, es zeigt wo das Problem heutzutage liegt. Political correctness, Chancengleichheit usw. sind wunderbar, aber gerade jetzt, wo eh alles mehr im argen liegt, da müssten eigentlich andere Maßstäbe angesetzt werden (so vom Standpunkt des oft bemühten "common sense" her gesehen), welche allerdings wiederum dem zuwider liefen, was das ausmacht, das uns als Volk ausmacht: Grundrechte - also, keine Benachteiligung und so, Chancengleichheit und so...

Und das bringt mich zur eigentlichen Frage der ganzen Sache:

Wie bewertet man sowas? Klar, jeder verdient die gleichen Chancen, aber ebenso verdient ein Arbeitgeber auch Klarheit. Muß der Arbeitgeber um der "political correctness" Willen dazu gezwungen sein mit dem "Menschenkapital" zu spekulieren und die Katze im Sack zu kaufen? Wo zieht man die Grenze zwischen notwendiger unternehmerischer Vernunft und der Integrität des Individuums?

Das ist die Frage, die sich stellt und auf die ich leider keine Antwort habe, so gerne ich auch antworten können würde...

Montag, 26. Oktober 2009

Über Pharmakonzerne und Doping

WHOA! Der Titel klingt ja schonmal kraß beseutungsschwer, aber ganz so massiv ist der Inhalt dann doich nicht, da ich hier nicht einen Themenkomplex, sondern zwei verschiedene anspreche (Wobei, wenn man erlich ist, gehen diese beiden Sachen ohnehin Hand in Hand...). Aber der Reihe nach.

Letzte Woche lief in der ARD eine Doku mit dem Titel "Heilung unerwünscht". Bei Interesse kann man das hier finden: http://www.youtube.com/watch?v=VgFuO5q1zgE. Diese Doku habe ich zwar nicht gesehen, aber den Verweis darauf beim Wochenrückblick des "heute"-Nachrichtenmagazins im ZDF - und diese Zusammenfassung fand ich wirklich bezeichnend.

Es ist ein alternatives Mittel entwickelt worden, um Menschen, die an Neurodermitis leiden, etwas Linderung zu verschaffen. Mit diesem Mittel sind die Entwickler jahrelang bei den großen Pharmafirmen hausieren gegangen, um es auf den Markt zu bringen. Es erübrigt sich zu sagen, daß daraus nie etwas wurde. Und warum? Natürlich aus dem einfachen Grund, daß es einfach nicht genug Geld abwerfen würde. Es handelt sich bei dabei um "Regividerm" und das Besondere daran ist, daß es nicht, wie die üblichen Mittel, als Cortisonbombe daherkommt, sondern größtenteils auf Vitamin B12 und Avocado-Öl basiert. Das, was dieses Mittel leistet, ist eine nachhaltige Linderung der Beschwerden. Es kann die Krankheit nicht heilen und will es auch gar nicht, aber es will den Betroffenen eine schonende Alternative bieten, um mit der Krankheit zu leben - und zwar wesentlich "gesünder" (behaupte ich mal), als sie es jetzt tun, indem sie sich mit Cortison zupflastern.

Nun ja, wie gesagt, keiner wollte es, da es unterm Strich nicht genug Geld abwerfen würde und zudem vielleicht sogar das Potential hat, die anderen Mittel zu verdrängen, da die Betroffenen lieber fortan gut mit der Krankheit leben wollen könnten, anstatt sich wie bisher mit Mitteln zuzudröhnen, die die Krankheit heilen sollen, es aber nicht schaffen.

Natürlich waren das keine offiziellen Begründungen, sonderm meine Spekulationen und wohl auch die der Doku-Verantwortlichen, aber die Vermutung liegt nahe. Der finanzielle Aspekt ist ein Fakt. Regividerm ist de facto wesentlich günstiger als gängige Mittel. Zudem hat sich ein damals verantwortlicher Doktor des Unternehmens "Merck" geäußert. Als das Mittel dem Konzern angeboten wurde, war er für eben solche Entscheidungen zuständig und nach Rücksprachen mit den Chefetagen hieß es dann einfach "Das paßt zur Zeit nicht in unser Portfolio." So weit, so schlecht. Pikanter wird die Sache dadurch, daß der Sohn des Herrn Doktors an Neurodermitis leidet und er als Privatmann an die Hersteller von Regividerm herantrat, um es mal zu testen - mit dem Ergebnis, daß es zwar keine Heilung bringt, aber die Beschwerden massiv lindert und die Lebensqualität ebenso massiv hebt. Daraufhin ging er nochmal in die Chefetagen und fragte wegen des Mittels an, doch wie gehabt blieben die Ohren verschlossen und die Meinungen verbohrt.

Nun ja, um es kurz zu machen: Durch die Doku hat sich jetzt ein schweizer Pharmakonzern dazu entschlossen das Mittel auf den Markt zu bringen. Wie gesagt: In meinen Augen ein nettes Beispiel dafür, wo die Interessen der Pharmaindustrie liegen, wieviel ihnen also am Wohl der Menschen liegt...

And now for something completely different...

Gerade im Radio gehört: In Amerika wurde eine Marathonläuferin wegen Dopings disqualifiziert. Sie hatte es gewagt beim Laufen ihren IPod zu benutzen! Dasd reichte den Verantwortlichen zum Ausshluß, da es erwiesen ist, daß Musik die Leistungsfähigkeit erhöht, was ja nichts anderes als Doping ist.

Ich sag da nur: Hell yeah! Wer praucht schon EPO, wann er mp3 haben kann?

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Schatz? Liebst du mich?

Selten hab ich eine dümmere Frage gehört!

Warum brauchen Frauen diese Art von Bestätigung, die im Internet als "Nullpost" klassifiziert werden würde.

Ich meine: WHAT THE MOTHERFUCKING FRIGGING HECK? Ich bin seit 5 Jahren in dich verliebt (das weißt du, weil ich es dir damals gesagt habe!), ich bin seit 4 Jahren mit dir zusammen, ich wohne seit fast 2 Jahren mit dir zusammen, wenn du etwas möchtest, dann springe ich sofort, um es dir zu geben, wir haben regelmäßig Sex, der dir zeigt wie sehr ich dich begehre, wir machen eigentlich fast nur das, was du willst und ich stecke in meinen Wünschen nahezu immer zurück.

WASZUMTEUFELBRAUCHSTDUEIGENTLICHNOCHUMMIR ZUGLAUBENDASSICHDENRESTMEINESLEBENSNURMITDIRVERBRINGENWÌLL?!?

Jesus... -.-.

Sonntag, 18. Oktober 2009

Gesunder Menschenverstand

Dear common sense,

I’m addressing you in English, because my letter is based on something I heard, which took place in America. Thus I guessed that it would be best to use the English language, just in case you would like to forward it to your local branch over there.

So, why am I writing? Well, first of all let me say that I’ve always been one of your biggest fans and supporters. What you have done for mankind since its dawn can hardly ever be appropriately appreciated: Giving the first men the insight, that you need to socialise in order to survive or gently leading the great philosophers throughout history and pushing them into the right direction (such as Sokrates, Rousseau or Kant). Your influence on those great men and thereby trying to make our world a world worthwhile living in, can only be described as priceless.

Yet, there is something I don’t understand, especially when hearing stories like the one I would like to talk about. How exactly do you choose the ones you want to support and enlighten? And why is it that those who are supposed to own the lion’s share of what you are giving are most often those who seem to totally lack it? I mean, look at our world. Politicians, judges, religious men or leaders or, generally spoken, everyone in a leading position, wielding the power to make decisions which will influence or even dictate the lives of those under their control, are supposed to own and make use of common sense, but most of the time they simply don’t.

The only thing I can make up to somehow explain it is, that you are getting more and more overburdened due to the fact that the number of people is growing so fast. I mean, let’s face it. When this whole thing started you had to take care of some thousands? And nowadays it’s more than 6 billion people. And the growth rate is accelerating.

Well, that would be no problem at all, since you ARE common sense and thus you are the first one to tell you, that you need help. So I guess that you have done, what anyone owning common sense would have done if they were trying to run a, no, to run THE global player company in the world. You founded local branches and I’m sure that you have put in charge those who, according to common sense, were the best for the job. But nevertheless, somehow something screwed up and now I’m desperately trying to figure out what went wrong and how it can be fixed.

The only thing I can and want to imagine is that this whole thing is a systematic issue. You yourself simply cannot be everywhere in the world at the same time. Thus you founded local branches and established locums to run the business according to your vision. But obviously, those guys failed, though I don’t want to say that they were a bad choice right from the start. Nevertheless, it all finally came down to the point we’re at right now. Those locums made some faulty decisions and so men were put in charge who seem to lack common sense, which leads me to the final question:

Does common sense have common sense? Was everything you did really based on common sense or did you somehow degenerate and aren’t capable of doing your job properly any longer?

I really don’t want to offend you, but these days it seems that you have somehow given in and aren’t really worth the paper your written on any longer.

Oh man, this letter has become longer than I had intended it to be. So many thoughts and words and still I haven’t come to the point that started it. Well, unfortunately I don’t have much time left and thus I will now just give a short summary of what I had heard and that made me write down this letter.

In America a pupil has been sentenced to be sent to a boot camp for about 40 days. The judge made this decision because the boy had brought a multifunctional knife to school, which is prohibited by law. It was one of those knives, including a fork, a corkscrew, a bottle opener and the likes besides the blade. He wanted to use it for dinner in the school cafeteria. According to what the boy said, he took it with him, because he was so fond of it and thus wanted to use it. Nevertheless, legal regulations state, that this is an offence against school laws, which clearly prohibit bringing such dangerous devices to school.
Oh yeah, least I forget: That boy is six years old…
So, in the name of common sense, let’s hope that being stuck with criminals such as drug dealers, thieves, robbers or guys doing battery, which are all more than twice as old as him, that being treated like that piece of shit that he obviously is and that being pushed beyond his physical capabilities for about 40 days, will finally make him the kind of citizen that completely fits into that glorious society – free of all evil thoughts as well as morally and, even more important, mentally stable.

Yours faithfully
Irony aka Sarcasm aka Cynicism

Donnerstag, 6. August 2009

Willkür, aber amtlich!

Ich hab hier eine ganz aktuelle persönliche Story zum Thema "Behörden und Willkür" (zumindest kommt das einem so vor). Ok, streng genommen müßte man es wohl "Behörden und Kleinkariertheit" nennen, aber egal, denn unterm Strich läuft es auf das Gleiche raus: Man wird ohne Rücksicht auf Verluste rumgeschubst.

Vor 2 Wochen erhielt ich ein Schreiben vom Finanzamt, daß die KFZ-Steuer nicht von meinem Konto abgebucht werden konnte (an dieser Stelle ein Gruß an die Sparkasse, da der Fehlbetrag geschlagene 9 Euro waren, die ich nicht ins Minus laufen durfte...). Anyway...

Hab also ne Zahlungserinnerung erhalten, daß das bis zum 31.7. erledigt sein soll. Ich hab mich also gekümmert und die Überweisung so schnell es ging (am Abend des 28.7.) eingeworfen.

Jetzt machen wir mal Theorie...

Dienstag Abend Einwurf
Mittwoch Registrierung der Überweisung bei der Sparkasse und Beginn der Bearbeitung
Donnerstag Überweisung
Freitag Eingang der Überweisung beim Empfänger

Also letztlich solide 3 Tage Standardbearbeitungszeit. Zusätzlich dazu habe ich dem Finanzamt noch mitgeteilt, daß die Überweisung von mir in Auftrag gegeben wurde, das Geld also innerhalb der nächsten Tage ankommen sollte. So weit so gut. Oder auch nicht... ;)

Heute habe ich Besuch von den Herren in Grün erhalten, die mir meinen Wagen stillgelegt haben und zwar auf Anweisung des Amtes, wegen nicht erfolgter/verspäteter Zahlung. Nachdem ich entsprechend blöd geschaut hatte, rief ich beim Amt an und hab Folgendes gehört: "Die Zahlung kam zu spät, nämlich erst am 3.8."
Ich bin dann mal zur Spaßkasse gedackelt und hab den Auszug geholt. Da konnte ich sehen, daß die Überweisung, gegenüber meiner theoretischen Auflistung, um einen Tag verzögert durchgeführt wurde, also erst am Freitag, den 31.7., woraus sich in der Folge ergab: Eingang bei der Bank des FA eigentlich am Samstag, aber weil ja Samstags eher so ein Tag ist, an dem bei Banken nicht wirklich was läuft, kam die Knete erst am Montag wirklich an und realisiert wurde das das Dienstag früh, wobei da "leider, leider" schon die Mühlen zu mahlen begonnen hatten.

Die Frage, die ich mir jetzt stelle: Wie verdammt kleinlich kann man sein? Ich habe gesagt, daß die Überweisung getätigt wurde, ich habe die Belege, daß es in der Frist geschehen ist und alles Weitere (die Verzögerung bei der Sparkasse) entzieht sich meinem Einflußbereich. Weiterhin ist es so, daß da ja das Wochenende dazwischen war, also noch was, wofür ich nichts kann...

Warum, zum Teufel kann man denn beim Amt nicht so "menschlich" sein und sagen: "Hey, fristgerecht überwiesen, leider Wochenende dazwischen und das Geld haben wir ja, also pfeifen wir die Pozilei doch mal zurück und lassen den Wagen nicht stillegen."?

Nein, stattdessen zieht man das eiskalt durch und schert sich nicht darum, was das für den Betroffenen bedeutet: Nämlich kein Auto, bis es wieder offiziell beim Straßenverkehrsamt angemeldet wird (inklusive der entsprechenden Kosten natürlich).

Ich hab das mal mit dem Vater meiner Freundin durchgesprochen (Rechtsanwalt) und das Ergebnis war noch mehr zum Kotzen:
1. Ich bin eigentlich aus dem Schneider, weil ich fristgerecht überwiesen habe und nichts für die Verzögerung und/oder das Wochenende kann.
2. Die Herrschaften vom FA haben leider auch Recht, weil es nunmal hieß "bis 31.7."

Ergo, beide haben irgendwie Recht, doch der Angeschissene bin ich, da ich, obwohl ich keine Schuld habe, trotzdem die Extrakosten einer Wiederanmeldung tragen darf und bis dahin kein Auto habe.

Wenn ich es darauf anlegen würde, könnte ich natürlich versuchen diese Kosten beim Amt geltend zu machen (Wiederanmeldung und bis dahin entstandener Nutzungsausfall), aber das lohnt den Aufwand nicht - hat mir zumindest der Vater meiner Freundin gesagt, denn letztlich könnte man mir noch nen Strick draus drehen (und das würde das Amt definitiv machen, denn die wollen doch kein Geld rausrücken), indem man sagt: "Ja, sie hätten ja schon eher überweisen können..." Hätte ich zwar nicht, aber was soll's...

Fazit: Nur Streß und Kosten (für beide Seiten), was komplett hätte vermieden werden können, wenn das Amt irgendwie ne Spur "menschlicher und überlegter" gehandelt hätte.

Quintessenz:
Was soll man von diesem und ähnlichen Fällen halten? Wie stark ist die Beziehung Bürger <-> Behörden in unserem Land von "Kosteneffizienz", "sklavisch befolgten Richtlinien" und "nicht vorhandenem/angewendetem gesundem Menschenverstand/Einfühlungsvermögen" geprägt? Wo liegt der Knackpunkt in unserem System? Sind es die Regelungen/Gesetze, die im Zweifelsfall so aussehen wie oben beschrieben und die dafür Sorgen, daß der Bürger selbst in einer (theoretischen) win-win-Situation doch der "Verlierer" ist? Was läuft da schief?

Donnerstag, 16. Juli 2009

Ich denke, daß...

...wir am 27. 09. 2009 fürs erste endgültig in die Katastrophe rauschen. Und ich denke, daß das bitter nötig ist. Vielleicht kriegt die träge deutsche Wählermasse dann endlich einmal den Hintern hoch und sieht, daß sich GRAVIEREND etwas ändern muß.Erst wenn man etwas nicht mehr hat merkt man wie wichtig es einem ist, da man es so sehr vermißt. Und wenn es genügend Menschen hiuer dreckig geht, dann geht denen hoffentlich auch das entscheidende Licht auf - denn egal, was ab dem 27.09. hier den Ton angibt: Es wird nichts Sinnvolles dabei rumkommen, denn die Legislaturperiode sieht so aus.

Monat 1-6:
Man sonnt sich im Licht des Wahlsieges, verspottet den Gegner und schleimt sich bei den Wählern ein, weil sie so gestimmt haben. Effektiv getan wird nichts.

Monat 7-12:
Man nimmt ein paar kleine Maßnahmen in Angriff, die den Eindruck vermitteln,
daß das Wahlversprochene auch wirklich umgesetzt wird, aber letztlich bestenfalls nur heiße Luft sind, schlimmstenfalls der erste Stein auf dem Weg zur Geröllawine sind.

Monat 13-24:
Man erkennt, daß die Bevölkerung keine Änderungen erkennt und verbringt das Jahr damit einerseits ständig darauf hinzuweisen, daß man die vorangegangenen "4*Anzahl der Legislaturperioden des politischen Gegners) Jahre politischer Mißwirtschaft nicht in so kurzer Zeit ändern können. Andererseits werden weiter Platzpatronen in Sachen politisch sinnvolle Arbeit abgefeuert, während im Hinterzimmer fleißig an den neuen Schnapsideebomben gebastelt wird.

Monat 25-30:
Die ersten Testläufe für neue Ideen und Entwürfe der Marke "geistiger Tiefflieger" werden gesattet. Durch die clevere Verpackung werden diese von der breiten Masse als "toll" wahrgenommen und brav beklatscht.

Monat 31:
Die "Buh"-Rufe der Gegenfraktion werden mit einem umso lauteren "selber BUH!" beantwortet. Warum? Genau! Nur noch 18 Monate bis zur nächsten Abfrage des Volksverdummungspegels (manche nennen es auch "Wahl"). Höchste Zeit den Wahlkampf einzuläuten.

Monat 31-48:
Das läßt sich wunderbar zusammenfassen: Die Schwachsinnskurve geht gegen "+ unendlich", der Outpot an Mental-Diarrhoe nimmt unsägliche Ausmaße an und am Ende sind weitere 4 Jahre unseres Lebens verschwendet, was wir artig danken, indem wir den Idioten eine neue Chance geben...

(inspiriert von Zach und dessen Blog)

Dienstag, 14. Juli 2009

Ain't it funny...

Tja, was soll ich sagen? Es ist echt seltsam... Man hört immer wieder von den Krisenherden in der Welt und wie Deutschland, zurecht, als Teil der Welt, der ja durchaus das Richtige (tm) tun will, seinen Teil dazu beiträgt, um diese Mißstände zu beheben. Somalia, Kosovo, Afghanistan . . . you name it.

Doch so sehr man es auch wahrnimmt, ist es doch immer halt nur "irgendwo da draußen auf dem Globus". Es ist weit weg, es berührt einen nicht direkt (außer man ist Amerikaner und glaubt, daß Mittelstrecken-Raketen aus dem Irak locker bis in die U.S.A. fliegen können...).

Doch dann passiert es. Jemand, den man kennt, den man gut kennt, der der beste Kumpel ist, ist plötzlich im D:SF-Modus - mittendrin, statt nur dabei. Und dann wird das ganze irgendwie ruck zuck ein verflucht persönliches Problem und Anliegen...

So ist es gerade bei mir. Mein bester Kumpel ist Soldat und nun in Afghanistan. Zwar ist er im "ruhigen" Bereich stationiert, aber was das heißt, sieht man ja daran, daß auch deutsche Soldaten bereíts zurückgekehrt sind und dabei "mit den Füßen voran" das Flugzeug verlassen haben...
Auf einmal ist man selbst betroffen. Plötzlich ist da jemand, den man kennt und an dem einem etwas liegt, tatsächlich da. Und dann ist das alles gar nicht mehr so verdammt weit weg... und man erkennt, daß diese Krisenherde und Probleme uns wirklich alle angehen. Manchen mehr, manchen weniger direkt, aber dennoch betrifft es jeden.

In diesem Sinne:
Ich hoffe, daß irgendwann zumindest ein kleiner Ruck durch die Menschheit geht und sich so ein Mist auf ein Minimum reduziert (ja, ich weiß, "Minimum" ist ziemlich schwammig und relativ, aber dennoch...). Und bis dahin hoffe ich, daß alles "glimpflich" ausgeht - für meinen Kumpel und jeden einzelnen seiner Kameraden...

Freitag, 6. März 2009

[blank]

Irgendwie bin ich recht antriebslos. Theoretisch könnte zimelich viel los sein/sich ereignen, aber ich hab den Eindruck, daß ich selbst dem ganzen ziemlich im Wege steh und durch meine Trantütigkeit ausbremse.

Naja, who the fuck cares? Zumindest gibt es eine Konstante (ok, es gibt zwei, aber die eine ist weniger "nur" eine Konstante, als vielmehr mein Leben, sprich: meine überirdische Freundin [btw: Schatz ich liebe Dich und werd schnell wieder gesund, damit die "Quarantäne" bald ein Ende hat]) - dammit, solche ellenlangen Einschübe unterbrechen jeden Fluß in diesen Posts, deshalb fang ich jetzt quasi mitten im Satz nochmal neu an - ALSO: es gibt eine Konstante (für die Wahrheit siehe "Klammereinschub mit Überlänge), die in meinem Leben existiert, und das ist der OPS (in diesem Fall Ausgabe VI). Deswegen hier der nächste (klägliche?) Versuch:

Nacht bricht an
Welt schweigend
eine Barke vergleitet
im Todesstoß

Make up your own mind...

Dienstag, 3. März 2009

Nachtgedanken

Lieber gut geklaut als schlecht selbst gemacht...

Misery likes company - I like the way that sounds
I’ve been trying to find the meaning so I can write it down
Staring out the window it’s such a long way down

I’d like to jump but I’m afraid to hit the ground

So sieht es grad aus. Mitten in der Nacht sitz ich nun hier und höre Songs, die für Ewigkeiten in den Tiefen meiner Hirnwindungen vergraben lagen und mir nun plötzlich wieder in den Sinn kamen, um die Situation exakt zu erfassen. Es ist schon irgendwie seltsam und zugleich faszinierend, wie es unser Verstand, Unterbewußtsein und Gefühl schaffen alles auf den Punkt zu bringen, so daß wir uns selbst auf dem falschen Fuß erwischen und uns nichts entgegensetzen können...

Und so fühl ich mich - seit Wochen schon latent und genau jetzt exakt und vollkommen bewußt so. Tja, ich werde oft als Arschloch gebrandmarkt und bis es auch dann und wann, aber wenn ich ein Arschloch bin, dann ist mein inneres Ich der Gottkönig aller Arschlöcher...
Hmm, das klang jetzt sehr wirr - vermute ich. Blame it on my lack of sleep andf state of being somewhat drunk.

Staring at the paper I don’t know what to write
I’ll have my last cigarette – well turn out the lights
Maybe tomorrow I’ll feel a different way

But here in my delusion I don’t know what to say

Nun ja, das stimmt ja nun nicht ganz, denn zwischen die Zitate hat sich ja doch sowas wie Eigenleistung geschlichen und auf diesem Fundament bau ich nun auf, wenn ich hier noch ein wenig wild in der Gegend herumreflektiere.

Peter Pan
Er wollte nie erwachsen sein.
Niemals Zwängen unterwerfen, immer gegen die Konventionen leben.
Der Vernunft ins Gesicht lachen und mit dem Spaß auf ihrem Grab tanzen.
Wer beneidet ihn nicht?
Wer möchte nicht sein wie er?
Alles abstreifen, was das Leben einem aufzwingt?
Viele haben ihn kennengelernt und doch fragen sich wohl ebenso viele wer er ist.
ICH bin Peter Pan.
Ich lebe gegen die Konvention.
Tun, was mir gefällt, nicht anderen.
Die Zeit einteilen, wie ich es mag.
Nicht erwachsen sein, auch wenn der Körper altert.
Das bringt Spaß.
Das ist Freiheit.
Jeder möchte sein, wie ich.
Und ich sage: Fuck that! Ich will so sein wie ihr!
Mein Spaß ist mein Ärger.
Meine Freiheit ist mein Zwang.
Ich lebe die Lüge und tanze mit dem Unsinn am Rande des Wahnsinns.
Ich will nicht sein wie Peter Pan.

*seufz* Wie ich eingangs schrieb: Hätte ich es beim guten Klauen belassen...

Freitag, 23. Januar 2009

Zeit ist relativ

Und deswegen hat sich das "Morgen" aus meinem letzten Eintrag auch ein wenig länger gestaltet als es standardmäßig der Fall ist. Schöne neue Technikwelt...

Egal, hier also die zweite Geschichte.

Es war ein ganz normaler Tag in meinem Zivi-Job gewesen und so hangelte ich mich langsam dem Feierabend entgegen, der leider noch viel zu weit weg war - und er schien in umso weitere Ferne zu rücken, als das geschehen war, wovon ich hier berichte.
Gerade aus der Mittagspause zurückgekehrt, sah ich als einzigen Patienten im Wartebereich eine junge Frau. Sie lag dort auf einer dieser Transportbahren wie man sie aus den Rettungswagen kennt. Sie war an einen Tropf angeschlossen, trug eine Sauerstofmaske und hatte die Augen geschlossen. In ihrer Begleitung befand sich ein Rettungssanitäter. Ich begab mich an meine Arbeit und als ich nach einer knappen halben Stunde wieder dort vorbeikam, um etwas zur Sekretärin des zuständigen Doktors zu bringen war die Frau schon fort. Ich betrat das Büro und fand mich dort einer kleinen Versammlung eines Teils unserer Belegschaft gegenüber, welche allesamt sehr betroffen wirkten. Noch ehe ich nach dem Grund fragen konnte, wurde er mir bereits mitgeteilt.

Es ging um die junge Frau. Sie war erst 21, ihr Mann knapp 3 Jahre Älter und sie hatten eine kleine Tochter von ca. 2 Jahren. Eingeliefert wurde sie, nachdem sie aus heiterem Himmel zusammengebrochen und nicht mehr aufgewacht war. Die Ärzte konnten nur noch den Hirntod feststellen und nichts mehr tun.

Das war mein zweites Schlüsselerlebnis in der Zivi-Zeit und dies trage ich ebenso wie das erste in all seiner Heftigkeit in mir, so daß es von Zeit zu Zeit wieder hochkommt und von der ich bis Heute nicht weiß, wie ich sie genau einordnen soll.

Dienstag, 20. Januar 2009

Running in circles

Irgendwie ist dieser Tag sehr seltsam, auf eine gewisse Weise leer. Nichts besonderes geschieht und man jagt die Sekunden, Minuten und Stunden vor sich her. Ziellos, planlos, antriebslos. Man schaut hier und dort, tut Dinge nur um des puren Tuns Willen, aus Gewohnheit, aus Faulheit, damit man sich keine großen Gedanken machen muß und dann passiert es. Man stößt auf etwas und dieses Etwas bringt Bewegung in einen. Wie ein Stein, der in die See der Leere in einem hineinfällt und noch lange nachdem er bereits versunken ist seine Spuren hinterläßt - Wellenkreise, die in sich selbst ruhig sind, doch die gerade noch so stille See in Aufruhr versetzen.
Solch ein Stein fiel Heute auch in mich. Er fiel in die Wasser meiner Leere und zerbrach, als er am Grunde aufkam, ein gut verschlossenes, aber zerbrechliches Gefäß, dessen Inhalt zur Oberfläche stieg und nun dort auf den Wellenkreisen tanzt, so daß er nicht zu übersehen ist.

Ich mußte an meine Zivi-Zeit denken. Damals mit 19, frisch dem behüteten Gymnasiastenleben entsprungen, war dies der erste echte Kontakt mit der echten Welt. Ich bewarb mich um eine Stelle bei einem Krankenhaus in direkter Nähe. Nach einem kurzen Gespräch in der Personalabteilung wurde ich in die Neurologie eingeteilt. Ein entspannter Job. Hauptsächlich Akten verwalten, Post erledigen, diktierte Befunde zur Schreibstube tragen und das geschriebene Wort zurückbringen. Dazu noch der Ausblick auf Patientenkontakte der angenehmen Art. Keine Operationen, kein Blut, kein Waschen und aufs Klo helfen, höchstens mal einen Patienten von der Station holen oder dorthin bringen und mal ein freundliches Wort für diejenigen, welche alleine im Wartebereich saßen (was selten vorkam, denn als neurologische Fachabteilung mit Untersuchungen und Gutachten für halb NRW war eben jener Wartebereich eigentlich immer gut besucht). Kurz gesagt: Ich freute mich auf lockere 13 Monate Dienst fürs Vaterland. Wie dumm ich war, denn auch wenn mich die Schulzeit alles mögliche über Kurvendiskussionen, literarische Epochen, Kettenreaktionen usw. gelehrt hatte, so war eines auf der Strecke geblieben: Der Umgang mit der geifbaren Welt, die täglich um uns herum ist, die Menschen, die in ihr leben, und ihre Schicksale, die dort in jener Neurologie so wie in jedem Krankenhaus der Welt nicht ihre Schicksale bleiben, sondern zu den Schicksalen aller werden, die dort arbeiten, da sie es hautnah miterleben.

Diesen Schicksalen konnte auch ich nicht entgehen. Und zwei von ihnen, das positivste und das negativste, sind nun an die Oberfläche getrieben, als der Stein das Gefäß zerbrach, in welchem ich sie sorgsam verstaut hatte, teils um sie zu vergessen, teils um sie als wertvolle Erfahrung für mein Leben zu konservieren. Und diese Erfahrungen möchte ich nun, da sie befreit wurden, hier niederschreiben, doch stellt sich die Frage, wie man beginnen soll? Welche Reihenfolge wähle ich? Das Schlimme zuerst, damit das Gute die Sache versöhnt, oder doch erst das Gute und so das Schlimme vielleicht noch schlimmer scheinen lassen?
Wie würdet ihr das entscheiden? Ich habe es wie folgt getan: Ich habe es dem Zufall überlassen und eine Münze geworfen.

Da war dieser Junge. "Junge", klingt vielleicht zu schwach, immerhin war er bereits 15 oder 16. Ich weiß es nicht mehr genau, aber auf dieses eine Jahr kommt es nicht an.
Als ich ihn das erste Mal sah, war es schon kurz vor Feierabend und so saßen er und seine Eltern allein im Wartebereich - die Eltern auf den Stühlen und er im Rollstuhl. Da ich den Grund seines Daseins nicht kannte und er sehr fröhlich wirkte (er lächelte und scherzte mit seinen Eltern, wie er es immer tat, wenn ich ihn wieder bei uns sah), nahm ich nichts schwerwiegendes an. Vermutlich irgendein schlimmer Bruch, bei dem die Muskeln und Nerven irgendwie gelitten hatten, so daß er vorerst im Rollstuhl sitzen muß. So etwas hatte ich bei uns schon ein- oder zweimal vorher gesehen. Weiter kamen meine Gedanken jedoch nicht, da man zum einen schon wieder nach mir rief und zum anderen der Arzt in den Wartebreich kam und den Jungen und seine Eltern hineinbat.
Es dauerte einige Wochen, ehe ich ihn wieder sah. Die Situation war annähernd die Gleiche wie beim ersten Mal: Später Nachmittag, der Junge in Begleitung seiner Eltern und fröhlich wie zuvor. Wieder dachte ich mir nichts Besonderes.
Als ich dann aber wieder einige Wochen später sah, wurde ich stutzig. Er saß nach wie vor im Rollstuhl, so daß ich von meiner Theorie mit den Nachwirkungen eines schweren Bruchs abkam und beschloß nachzufragen. Wie es der Zufall wollte, mußte ich direkt nachdem der Junge seinen Termin beim Arzt hinter sich hatte, eben zu jenem Herrn Doktor und nutzte die Gelegenheit nachzufragen. Die Antwort, die ich erhielt, schockierte mich. Der Junge litt an Muskelschwund, welcher in früher Kindheit ausgebrochen und unaufhaltsam war, so daß er in (nach normalen Maßstäben gerechnet) recht früh sein Leben beenden würde. Das, as mich jedoch noch mehr schockierte (damals, denn Heute macht es mir Mut und lehrt mich auch immer wieder ein wenig Demut): Er wußte es. Er wußte über alles genau Bescheid. Er wußte jede Einzelheit - und er war immer fröhlich, ganz gleich ob es ihm an einem Tag besser oder schlechter ging. Er war fröhlich.
Das befremdete mich gewaltig. Ich wußte nicht, was ich von so etwas halten sollte. Doch das änderte sich. Meine gesamte Zivi-Zeit hindurch sah ich ihn in regelmäßigen Abständen wieder und von Mal zu Mal beeindruckte er mich mehr und ich zollte ihm Respekt, denn zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich jemanden getroffen, der sich diese Art von Achtung verdient hat. Gesprochen habe ich mit ihm nie. Er war ja auch nie allein und ich hätte auch gar nicht gewußt, was ich ihm sagen soll, aber dennoch haben wir kommuniziert. Immer, wenn ich ihn sah, lächelte ich ihm zu und er lächelte jedes Mal zurück.

Hmm, der ganze Text ist jetzt schon verflucht lang geworden. Viel länger als es vermutlich jemand lesen mag. ;) Deswegen beende ich das Ganze hier und schiebe das zweite Erlebnis Morgen nach. Allerdings soll nicht unerwähnt bleiben, wer der Stein war, der die Wellen schlug.

Freitag, 16. Januar 2009

Mal was Geschmackvolles

Sehr geehrte Herren Chio und Pringles, sehr geehrte Frau Funny Frisch,

ich wende mich hier an sie aufgrund einer Studie, welche ich über Jahre hinweg bezüglich ihrer Snack-Produkte geführt habe. Intensive sensorische Erfassung ihrer Erzeugnisse hat ein eindeutiges Ergebnis herbeigeführt:
Je weiter man sich dem Boden der Packung nähert, nimmt die Größe der jeweiligen Knabbereistückchen ab, aber zeitgleich wird das Geschmackserlebnis umso intensiver und gehaltvoller! Man kann somit als gesichertes Ergebnis festhalten, daß es eine direkte Abhängigkeit zwischen schwindendem Inhalt, abnehmender Teilchengröße und Zunahme des Geschmacks gibt.
Daher möchte ich sie an dieser Stelle höflichst darum bitten, das Resultat meiner Studie zugrundelegend, ihre Produktion dahingehend umzustellen, daß nur noch jene Erzeugnisse ihren Weg in die Packungen finden, welche nach momentanem Stand lediglich das untere Drittel (eben das gehaltvollste) der Ware ausmachen.
Dies würde für alle Beteiligten nur Vorteile bringen. Wir, die geneigte Käuferschaft, hätten mehr "value for money" und sie könnten zudem eine noch näher zu beziffernde Menge Geldes in der Herstellung sparen, da sich, wie allgemein bekannt, die Produktion kleiner Teile, welche zugleich in sich technisch nicht komplex sind (was für Knabber-Erzeugnisse definitiv gilt) deutlich einfacher gestaltet als es bei größeren Varianten des selben Erzeugnisses der Fall ist.
Ich hoffe sehr, daß sie sich dieses Schreiben zu Herzen nehmen und verbleibe bis dahin in der freudigen Erwartung schon bald die positiven Ergebnisse in den Regalen meiner Knabberwarenbezugsörtlichkeiten vorzufinden.
Hochachtungsvoll,
mabo