Pokern mit Strategie

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Montag, 15. März 2010

Wo ich im vorigen Post noch was zum Thema "fail" hatte...

Der Inhalt dieses Posts läßt sich am besten so betiteln:

"Blackmail Fail"

Ich habe Anfang letzter Woche einen Brief bekommen. Das ist jetzt weder ein fail, noch was besonderes. Das war aber ein ganz spezieller Brief. Der Absender war eine "Inkasso-Treuhand GmbH" (das ist nicht der Name, sondern die im Briefkopf geführte Beschreibung der Branche) mit Sitz in Norddeutschland (Genaueres lasse ich mal weg).

Im ersten Moment war ich "überrascht", im zweiten Moment (also während des Lesens) dachte ich mehrfach "WTF?" und im dritten Moment (als ich das Lesen beendet hatte) gab es nur eins zu sagen: "Nich mit dem Commander!". Aber der Reihe nach.

Grob gesagt ging es darum, daß dieses "Unternehmen" scheinbar vom Brillendealer meines Vertrauens wegen ausstehender Zahlungen beauftragt wurde abzukassieren. Beim Lesen blieb mein müdes Auge jedoch an einigen Dingen hängen. Deswegen hier auszugsweise Zitate (die Einträge in den eckigen Klammern sind übrigens meine eigenen Kommentare zu dem Text, wie man sich vermutlich denken kann):

"Sehr geehrter Herr Boenke,

unser Außendienst hat Sie in der Vergangenheit leider nicht antreffen können. [Da hab ich schon zum zweiten Mal gestutzt. Das erste Mal war bereits der Betreff, der besagte, daß mein Brillendealer ne Forderung hat.] Wir gehen daher davon aus, daß Sie einer regelmäßigen Arbeit nachgehen. ["Einer regelmäßigen und ehrbaren, bei der ich die Kunden nicht wie Graf Koks von der Halde generös herablassend von oben herab anquatsche.", möchte ich hinzufügen, ihr Unsympathen...] Wir sind nunmehr beauftragt, Ihnen ohne Präjudiz für die Sach- und Rechtslage folgenden Vergleichsvorschlag zu unterbreiten. ["Oh Danke, Bwana! Ihr seid mir gegenüber also in eurer unermeßlichen Gnade dazu bereit, ganz vorurteilsfrei eine Nachricht zu überbringen, die man euch auf den Weg gab. Ich werfe mich in den Staub vor euch - damit ich näher an euren Schuhen dran bin, um gezielt auf sie drauf zu kotzen..."]
Bisher stehen insgesamt 89,95 EUR zur Zahlung aus.
Wir schlagen Ihnen daher vor, dass Sie lediglich einen Betrag in Höhe von 44,92 EUR zahlen.
Durch Zahlung des Vergleichsbetrages wäre die Angelegenheit dann für Sie endgültig erledigt." ["Ach, wie jetzt? Wenn ich das Vergleichsangebot annehme, dann ist schon Schluß? Das kommt ja überraschend!"]

Danach kam halt noch übliches Geseiher über Fristen, Bitte um Benachrichtigung, ob ich das jetzt machen will, juristisch abgesicherte Drohungen durch die sprachlich gestelzte Blume und der obligatorische Überweisungsvordruck.

So weit so gut. Wie gesagt: An dem Punkt hieß es bei mir: "Nich mit dem Commander!". Warum? Naja, aus folgenden Gründen:
1. Ich habe das letzte Mal vor über einem Jahr mit dem Nasenfahrradmonteur zu tun gehabt, mit dem Ergebnis, daß ich da ca. 40 € gegen tragbare Fensterscheiben samt Rahmen eingetauscht habe.
2. Ich habe in all der Zeit keine Forderungen vom Optiktrickserbetrieb bekommen, daß da was offen wäre. Keine Briefe, keine mails, keine Anrufe, sondern schlicht und ergreifend "NÜSCHT!"
3. Die Außendienstmitarbeiter, die mich nicht angetroffen haben wollen, scheinen Romulaner zu sein. Offensichtlich enttarnen sie sich nur dann, wenn das Zielobjekt auf dem Schirm auftaucht. Ansonsten bleiben sie für alle unsichtbar. Wie sonst soll ich mir erklären, daß in diesem Haushalt, in dem an jedem einzelnen Tag der Woche rund um die Uhr immer mindestens eine Person da ist, keiner je etwas von diesen Mitarbeitern gehört oder gesehen hat? Könnte man ja eigentlich erwarten, daß die zumindest mal freundlich klingeln und fragen ob das Opf... ahm, die Zielperson da ist - und falls nicht, dann hinterläßt man nen verschlossenen Umschlag, der dann ganz Thriller-like dem bis dato ahnungslosen Menschen offenbart, daß er nicht unbeachtet bleibt. Kurz: keine Sau hat sie je gesehen und sie haben sich nie bemerkbar gemacht.
4. Solche Vergleichsangebote sind natürlich ne Möglichkeit so etwas zu bereinigen, aber irgendwie werde ich durchaus skeptisch, wenn sowas gleich im ersten Schreiben kommt, anstatt daß man da über Ratenzahlungen redet bzw. mal anfragt, was sich denn der Schuldner so vorstellt/leisten kann.

Das alles, zusammen mit der Tatsache, daß ich zwar durchaus mal so hell wie drei Dunkle sein kann, aber definitiv nicht nur mit dem Klammerbeutel gepudert wurde, veranlaßte mich dazu, einfach mal ganz "doof" beim Spekuliereisenklöppelunternehmen anzurufen und zu fragen: Was denn da eigentlich noch zu zahlen wäre. Und siehe, es ward Licht.

In dem kurzen und freundlichen Telefonat konnte man auf Anhieb nichts finden, was ich noch zu bezahlen hätte, aber man wollte das mal genauer checken und mich innerhalb der nächsten zwei Tage zurückrufen. Gesägt, tun getan und nur einen Tag danach schrillte das Fernofon, nur um mir mit quäkender Stimme das Ergebnis vom anderen Ende der Leitung zu übermitteln - nämlich: Kein Ergebnis.

Nachdem das geklärt war, war die Zeit zur Gegenoffensive gekommen und so schrob (DÄ ftw! :D) ich an das Inkasso-Unternehmen folgenden Brief:

"Sehr geehrte Damen und Herren,
Bezug nehmend auf Ihr Schreiben vom 08.03.2010 (Betreff: Aktenzeichen blablabla) schreibe ich Ihnen als Interessensvertreter meiner eigenen Person. Nachdem ich mir bei dem von Ihnen angeführten Gläubiger Auskunft eingeholt habe, bleibt festzustellen, daß dort keinerlei Forderungen gegen mich vorliegen. Aus diesem Grunde möchte ich Ihnen mitteilen, daß ich Ihr Schreiben als eine von Form "dilletantischem betrügerischem Erpressungsversuch" werte und habe mich daher selbst damit beauftragt Ihnen mit vollkommener Präjudiz der Sach- und Rechtslage folgenden Vergleichsvorschlag zu unterbreiten.
Bisher stehen insgesamt 1,55 EUR (Telefon- und Portokosten bezüglich der Klärung des Sachverhaltes) zur Zahlung, sowie eine Anzeige wegen Betrugs und eine dringende sowie erst- und einmalige Aufforderung zur Aussage Ihrerseits darüber, wie Sie an meine Daten gekommen sind, um mich mit dieser Frechheit um mein Geld erleichtern zu wollen, aus.
Ich schlage Ihnen daher vor, daß Sie mirlediglich offenlegen, woher meine Daten in Ihrer Kartei stammen und daß ich nie mehr von Ihrer "Hobby-Kriminellen GmbH" höre.
Durch Erbringung dieser Leistungen wäre die Angelegenheit dann für Sie vermutlich erledigt.
Ich möchte Sie bitten, mir mitzuteilen, ob Sie sich mit dem Vergleichsvorschlag einverstanden erklären.
Für den Fall, daß Sie das Vergleichsangebot akzeptieren, bitte ich um Rückmeldung bis zum 15.03.2010.
Bei fruchtlosem Fristablauf bin ich beauftragt, das Verfahren bis zum bitteren Ende gegen Sie durchzuführen (und um es mal etwas weniger lustig zu formulieren: Mein Rechtsanwalt ist bereits über sämtliche Fakten in Kenntnis gesetzt und bereitet für alle Fälle schon einmal den für Sie sehr schmerzlichen Rechtsweg vor) [Anm. Der Vater meiner Lebensgefährtin ist Rechtsanwalt, u.a. Fachanwalt für Strafsachen... Rechtlicher Beistand für lau - I like! ^^]
Das Vergleichsangebot ist dann hinfällig.
Mit freundlichen Grüßen"

Tja, der "Fristablauf" war Heute. Gehört habe ich von dem Verein nichts mehr. Ich geb Ihnen noch zwei Tage Aufschub und dann darf da mal "mein" Anwalt anrufen. [insert diabolic laughter] Die sollen sich ruhig ein wenig in die Hosen machen, nachdem sie meinen Brief scheinbar als "nicht ernst zu nehmen" eingestuft haben. ;)

Samstag, 27. Juni 2009

Zum Abschuß freigegeben

So fühl ich mich seit heute offiziell. Zumindest, wenn es darum geht, daß ich in mein Auto steige, denn innerhalb eines Jahres habe ich Heute den dritten Unfall gehabt, wobei ich bei jedem Crah am Steuer eines anderen Wagens gesessen hab.

Beim ersten Crash hat mir so ein Vollpfosten, der die Straße zur Rennstrecke umfunktioniert hat und deswegen mit "minimal" überhöhter Geschwindigkeit um die Kurve kam, ordentlich die fahrerseitige Frontpartie zerlegt. Ja, er ist mit seiner überhöhten Geschwindigkeit in mich reingescheppert, ohne bremsen, ohne hupen, ohne Ausweichversuch. Dumm nur, daß ich von der Tankstelle wegfuhr und somit die Schuld, zwecks Zeugenmangels (der Tankstellenfuzzi hat angeblich gar nichts gesehen) mir angetackert wurde...

Crash Nummer zwei auch ganz fein. Rechts-vor-Links-Kreuzung, nach allen Seiten ewig weit einsehbar. Zu meiner Linken taucht ein Kleintransporter (Kragenweite Transit u.ä.) auf. Der ist noch schön weit weg, weit genug, um mich zu bemerken und anzuhalten, wenn er nicht zomboid am Steuer hockt. So nähert man sich gemäßigt der Kreuzung, der Blick wandert nach Rechts, realisiert freie Fahrt, der Blick wandert nach vorn und aus dem Augenwinkel sieht man den Zombie-gelenkten Kleintransporter ohne Vorwarnung in sein Blickfeld rauschen, so daß man ohm nen ordentlichen Stoß in die Seite verpaßt.
Dann darf man sich gleich nach dem Aussteigen von dem über 70-jährigen anhören, "Jungchen, hier ist rechts vor links". Die sarkastische Zustimmung meinerseits begleitet vom dezenten Hinweis, daß ich von Rechts kam und er von Links, bringt den Gegenüber nur kurz ins Schleudern und nun wird versucht auf überhöhte Geschwindigkeit meinerseits zu plädieren, sowie irgendwelche nicht vorhandenen Bremsspuren als Beweis für meine Schuld und seine Unschuld zu bemühen.
Kurz gesagt: Das ging vor Gericht, da wurde mir noch unterstellt, daß ich den Crash provoziert habe, da es den Eindruck machte, daß ich darauf aus gewsen wäre (WTF?!?) und es wurden Geschwindigkeitsbegrenzungen und Baustellen erfunden, die es da nicht gegeben hatte. Half ihm zwar alles nichts. Ist rechtskräftig zu 100% schuldig gesprochen worden, aber das half mir auch nichts, da mein Wagen total im Arsch war - ein nichtmal 3 Monate alter Neuwagen für über 20.000 . . .

Auf zu Wagen drei und damit auch Crash drei...
Heute Vormittag, kurz nach 11. Hauptstraße aus Ingolstadt heraus. In beiden Richtungen zweispurig. Es regnet schon den ganzen Morgen und auch zu diesem Zeitpunkt. Irgendein Arsch meint wohl unvermittelt die Spur wechseln zu müssen - dummerweise AUF meine und nicht VON meiner runter... Es kommt, wie es kommen muß: Alles hinter dem Kamikaze geht voll in die Eisen. Ich hau ebenfalls drauf und schaffe es zum Stehen zu kommen - nur der hinter mir nicht. Rumms, er fährt auf und zerlegt meine Stoßstange. Hoffentlich ist nicht mehr fällig. Das wäre noch Glück im Unglück.

So und nach dem ewig langen Exkurs frage ich mich eines: Habe ich plötzlich das Autofahren verlernt?

Über Zehn Jahre unfallfrei, einmal mit 7 km/h zu schnell geblitzt und einmal nicht ganz legal geparkt...
Und kaum wohne ich etwa über 1 Jahr in Bayern, werd ich dreimal abgeschossen, wobei ich mir als zweimalige Folge nen neuen Wagen kaufen darf...

Wo liegt da wohl der Fehler? Hat es einer auf mich abgesehen? Soll mir das sagen, daß ich mir die falschen Autos gekauft habe? Hab ich das Fahren verlernt? Oder bin ich der einzige hier, der Autofahren kann? Hats bei den anderen halt nur zu ner Theoriestunde (da an und aus, da lenken, da Gas) mit direkt angeschlossener Praxisprüfung (so, wir wollen vom Kartoffelacker aufs Maisfeld. deswegen geht es am Ackerende links ab...) gereicht? Ich sage: definitiv die letzte Möglichkeit.

Freitag, 26. Juni 2009

Das Licht am Ende des Tunnels...

... ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein voll beladener Güterzug, der auf dich zurast.

Hoffentlich irrt diese Interpretation von Murphy's Law in meinem Fall jetzt einmal. Ich plädiere auf Ausnahmen und Regeln und so...

Anyway - warum ich das schreibe? Weil nach über 30 Bewerbungen zwecks Ausübung meines gelernten Berufes, bei denen das Positivste war, daß man sagte "Nein, aber wir halten ihre Unterlagen mal fest und melden uns, falls was anliegen sollte.", ging es nun ganz flott.

Dazu ein Mini-Exkurs: Was tut man, wenn man keine Perspektiven hat im gelernten Job zu arbeiten? Richtig! Man sucht nach Alternativen. Reset-Button drücken, alles auf Null und von Vorne. Sprich: Man lernt was neues.

Das habe ich versucht und siehe da: Es geht. Donnerstag die Bewerbungsmail rausgehauen, 2 - in Worten ZWEI (!!!!!11111einseinseinself) - Stunden später den Anruf gekriegt, ob man denn am nächsten Tag zum Gespräch vorbeikommen könnte und dann auch noch erfahren, daß die fragliche Stelle unterm Strich 10 Fußminuten von den eigenen vier Wänden entfernt liegt. Warum nicht imnmer so?

Jetzt bleibt allerdings noch eine Hürde zu nehmen. Der Bereichsleiter hat schon grünes Licht signalisiert, jetzt muss nur eine der Außenstellen auch sagen: Hmm, alter Sack, hat was vollkommen anderes gelernt, sieht nur dann tageslichttauglich aus, wenn man beide Augen zudrückt . . . DEN NEHMEN WIR!!!!!

Naja, das erfahr ich Ende der kommenden Woche. Heißt also im Klartext: Noch ist der Drops nicht gelutscht, aber, verdammte Axt!, es ist ein postives, schnelles und unkompliziertes Zeichen gewesen! Außerdem habe ich noch weitere Eisen im Feuer (sprich: Bewerbungen in der Post). Da soll mich doch der Blitz beim absondern von Stoffwechselendprodukten treffen, wenn da überhaupt nichts draus wird.

Ergo: Abwarten, Bierchen zischen, Augen aufhalten und darauf hoffen, daß es einmal von Vorteil ist der alte Sack zu sein.

Dienstag, 9. Juni 2009

What's new, pussycat?

"Nicht viel!", schmetter ich der Frage entgegen.

Mittlerweile kommt erste Resignation ins Spiel bezüglich der Arbeitssituation. Ich bin gelernter Chemielaborant und dieses Dasein zeichnet sich zunehmend durch Perspektivlosigkeit aus.

Der aktuelle Job ist kaum mehr als ein Witz und nachdem ich wochenlang knapp 50 Möglichkeiten in der Umgebung, an die ich durch meine Superfreundin gebunden bin, durchgekaut habe, muß ich konstatieren: Entweder ich hab den falschen Job, oder ich wohne am falschen Ort für den Job, oder beides (womit bewiesen wäre, das Minus mal Minus nicht immer Plus ergibt).

Überall die gleiche Antwort: "Nein, tut uns Leid" oder "Tut uns Leid, wir haben gar kein Labor". Oder es heißt auf den Websites oder beim Anruf direkt: Wir suchen keine Leute. Schicken sie uns nichts. Wir lesen es eh nicht. Und wenn wir wieder was suchen, dann sagen wir das und sie müssen wieder was aktuelles schicken.

Was bleibt da noch? Richtig! Neu-Orientierung. Und deswegen hoffe ich verdammt nochmal, daß irgendeiner der kontaktierten Arbeitgeber in spe einsieht, daß ich die richtige Wahl bin. Naja, only time will tell...

p.s.
Das ewige Suchen und die Unzufriedenheit haben mich merklich abgestumpft. Vor ein paar Jahren hätte ich fast noch ein schlechtes Gewissen gehabt, wenn ich eine Stelle zum Umlernen bekommen hätte und sie somit irgendwelchen "Frischlingen" (i.e. Schulabgängern) weggeschnappt hätte, aber mittlerweile geht mir das am Arsch vorbei. It's either "kill" or "be killed". That's the way it is!

And that's the bottom line for today.

Sonntag, 12. April 2009

Once in a lifetime

This is my once-in-a-lifetime-chance...

Sowas denkt man sich oft, ohne sich dessen bewußt zu werden, daß allein diese Denkweise absurd ist. Wenn man etwas einmal im Leben hat, dann ist es per se einzigartig. Nüchtern betrachtet hat man diese Gelegenheiten aber mehr als einmal. So geht es mir im Moment.

Ich hatte die einmalige Chance auf einen Ausbildungsplatz - und hab sie wahrgenommen.

Ich hatte die einmalige Chance meine Freundin zu treffen und für mich zu gewinnen - und ich hab sie wahrgenommen.

Ich hatte die einmalige Chance meinen Weg zu meiner Freundin zu finden (räumlich gesehen) - und hab sie genutzt.

Ich hatte die einmalige Chance ich dazu zu entscheiden, daß ioch wirklich mein Leben mit ihr verbringen will - und ich hab sie genutzt.

Viele einmalige Dinge - und dennoch ist man immer unzufrieden. Man will mehr und mehr und mehr. Man hetzt weiteren "einmaligen" Chancen hinterher, versucht sie zu erzwingen und verrennt sich dabei.

Warum ist man nie mit dem zufrieden, was man hat?

Dienstag, 24. März 2009

Life's a bitch, life's a whore - nothing less, nothing more

Tja, hier sitz ich jetzt und bin irgendwie am Ende. Ich denk über das nach, was ich bis jetzt (31 Jahre alt) in meinem Leben hätte erreichen wollen und was wirklich ist. Wie viel ist schief gelaufen und wie viel davon habe ich selbst zu verantworten? Diese Gedanken hatte ich schon oft, aber gerade Heute schlagen sie ganz gewaltig zu Buche.


Mein Leben ist momentan am Nullpunkt. Beruflich ist es Scheiße, im Bezug auf meinen Freundeskreis ist es Scheiße, privat ist es Scheiße bis auf eine Ausnahme: Meine Freundin. Vielleicht sollte ich zum besseren Verständnis etwas präziser werden.


Glaubt man den Horoskopen, so bin ich der typische Skorpion bzw. nach chinesischer Sicht die typische Schlange. Ich hab mich mein Leben lang so durchgeschlängelt. Manche Sachen sind mir regelrecht zugeflogen und darauf aufbauend habe ich es stets verstanden alles andere, was einen gesteigerten Einsatz meinerseits erfordert hätte, zu kompensieren und irgendwie ans Ziel zu gelangen. Doch nun scheint es nicht mehr zu gehen.

So langsam aber sicher geht es bergab und ich bin gerade nicht in der Lage, es aufzuhalten. So scheint es mir - und das noch mehr, da der große Rückhalt meines Lebens nun auch Schäden nimmt.


Ich habe Heute ein Gespräch mit meiner Freundin gehabt, in dem sie mir sagte, was alles gerade im Argen liegt. Wir haben uns verändert. Nicht so sehr, daß wir uns trennen würden, denn dafür lieben wir uns zu sehr, aber es ist alles so verdammt anders geworden.

Wir haben uns vor Jahren im Internet kennengelernt und es war direkt diese Magie vorhanden, diese Magie, bei der man weiß: Das ist es! Oder, um mal "Ich und Ich" zu bemühen:





Nach ewigem Hickhack gipfelte das ganze in einem Umzug meinerseits in eine 600 km entfernte Welt, wo ich endlich mit ihr zusammen sein durfte. Doch Vorbei sind die Zeiten 9-und-mehr-stündiger Telefonate, Chats die ganze Nacht hindurch und Emails im Umfang von "Krieg und Frieden". Die Zeit hat uns beiden ihren Tribut abverlangt. Meine Arbeit ist alles andere als erfüllend und ihre ebenso frustrierend. Dadurch ist alles "eingeschlafen" und wird zum Teufelskreis. Ich habe Streß und kann ihr nicht das bieten, was sie verdient hat und ich geben will (über meine unendliche Liebe hinaus) und sie ist täglich ausgelaugt, so daß wir gemeinsam nebeneinander herleben... Da geht er hin, der letzte Rückhalt in unser beider Dasein... Und dies hat sie mir Heute unter Tränen erklärt. Völlig aufgelöst. Und ich war es ebenso.

Und nun sitze ich hier und suche nach Lösungen. Lösungen für Probeleme, die ich oftmals selbst verursacht habe. Was soll ich tun? Was kann ich tun? Das Leben hat für mich durchschlängenderweise "wunderbar" funktioniert, doch nun habe ich Verantwortung für einen Menschen, der nicht "Ich" heißt...

Ich kämpfe auf verlorenem Posten, scheint es, aber eines ist gewiß: Ich werde kämpfen! Ich werde Lösungen suchen! Ich werde nicht aufgeben! Niemals! Auch wenn es mich allmählich zerstört! Vielleicht kann es ja ein erster Schritt zur Rettung sein, wenn ich tue, was ich schon lange will.

Wir haben uns an einem Ostermontag unsere Liebe offenbart und an eben so einem Montag, will ich ihr die Hand reichen, um den Weg des Lebens gemeinsam bis zum bitteren Ende zu beschreiten - auch wenn ich nicht weiß, wie ich diesen Weg mit ihr beschreiten und bestreiten soll, aber ich werde es tun und ich werde 110, 120, 500, 1000 und noch unendlich viel mehr Prozent geben, diesen Weg zu meistern.




Das bin ich ihr schuldig! Das bin ich mir schuldig! Das bin ich uns schuldig, um das zu bereinigen, was ich selbst versaut habe! Life's a bitch, life's a whore, nothing less, nothing more. Das stimmt, aber nur, wenn und weil man es selbst verbockt und das Leben zur Schlampe gemacht hat.

Freitag, 6. März 2009

[blank]

Irgendwie bin ich recht antriebslos. Theoretisch könnte zimelich viel los sein/sich ereignen, aber ich hab den Eindruck, daß ich selbst dem ganzen ziemlich im Wege steh und durch meine Trantütigkeit ausbremse.

Naja, who the fuck cares? Zumindest gibt es eine Konstante (ok, es gibt zwei, aber die eine ist weniger "nur" eine Konstante, als vielmehr mein Leben, sprich: meine überirdische Freundin [btw: Schatz ich liebe Dich und werd schnell wieder gesund, damit die "Quarantäne" bald ein Ende hat]) - dammit, solche ellenlangen Einschübe unterbrechen jeden Fluß in diesen Posts, deshalb fang ich jetzt quasi mitten im Satz nochmal neu an - ALSO: es gibt eine Konstante (für die Wahrheit siehe "Klammereinschub mit Überlänge), die in meinem Leben existiert, und das ist der OPS (in diesem Fall Ausgabe VI). Deswegen hier der nächste (klägliche?) Versuch:

Nacht bricht an
Welt schweigend
eine Barke vergleitet
im Todesstoß

Make up your own mind...

Dienstag, 3. März 2009

Nachtgedanken

Lieber gut geklaut als schlecht selbst gemacht...

Misery likes company - I like the way that sounds
I’ve been trying to find the meaning so I can write it down
Staring out the window it’s such a long way down

I’d like to jump but I’m afraid to hit the ground

So sieht es grad aus. Mitten in der Nacht sitz ich nun hier und höre Songs, die für Ewigkeiten in den Tiefen meiner Hirnwindungen vergraben lagen und mir nun plötzlich wieder in den Sinn kamen, um die Situation exakt zu erfassen. Es ist schon irgendwie seltsam und zugleich faszinierend, wie es unser Verstand, Unterbewußtsein und Gefühl schaffen alles auf den Punkt zu bringen, so daß wir uns selbst auf dem falschen Fuß erwischen und uns nichts entgegensetzen können...

Und so fühl ich mich - seit Wochen schon latent und genau jetzt exakt und vollkommen bewußt so. Tja, ich werde oft als Arschloch gebrandmarkt und bis es auch dann und wann, aber wenn ich ein Arschloch bin, dann ist mein inneres Ich der Gottkönig aller Arschlöcher...
Hmm, das klang jetzt sehr wirr - vermute ich. Blame it on my lack of sleep andf state of being somewhat drunk.

Staring at the paper I don’t know what to write
I’ll have my last cigarette – well turn out the lights
Maybe tomorrow I’ll feel a different way

But here in my delusion I don’t know what to say

Nun ja, das stimmt ja nun nicht ganz, denn zwischen die Zitate hat sich ja doch sowas wie Eigenleistung geschlichen und auf diesem Fundament bau ich nun auf, wenn ich hier noch ein wenig wild in der Gegend herumreflektiere.

Peter Pan
Er wollte nie erwachsen sein.
Niemals Zwängen unterwerfen, immer gegen die Konventionen leben.
Der Vernunft ins Gesicht lachen und mit dem Spaß auf ihrem Grab tanzen.
Wer beneidet ihn nicht?
Wer möchte nicht sein wie er?
Alles abstreifen, was das Leben einem aufzwingt?
Viele haben ihn kennengelernt und doch fragen sich wohl ebenso viele wer er ist.
ICH bin Peter Pan.
Ich lebe gegen die Konvention.
Tun, was mir gefällt, nicht anderen.
Die Zeit einteilen, wie ich es mag.
Nicht erwachsen sein, auch wenn der Körper altert.
Das bringt Spaß.
Das ist Freiheit.
Jeder möchte sein, wie ich.
Und ich sage: Fuck that! Ich will so sein wie ihr!
Mein Spaß ist mein Ärger.
Meine Freiheit ist mein Zwang.
Ich lebe die Lüge und tanze mit dem Unsinn am Rande des Wahnsinns.
Ich will nicht sein wie Peter Pan.

*seufz* Wie ich eingangs schrieb: Hätte ich es beim guten Klauen belassen...

Samstag, 17. Januar 2009

Wasting time... in a way

Nach dem unrühmlich frühen Erwachen in Tateinheit mit wach bleiben heut Morgen, dümpelt der Tag so dahin, wobei mich eine Sache verwirrt. Als meine Freundin um kurz nach 13 Uhr endlich aufstand und sich zu mir auf das Sofa kuschelte, schlief ich plötzlich ein. Hallo? Geht's noch? In den Armen meiner (wachen) Angebeteten fällt mir nichts besseres ein als wegzupennen? Bin ich vielleicht plötzlich schwul geworden?

Dawn of the blöd

Es ist Samstag Morgen kurz nach halb Neun. Ich bin Gestern um 8.00 Uhr früh aufgestanden und war erst um 2.00 Uhr im Bett. Jetzt bin ich schon wieder wach. Verfluchte Scheiße!