Pokern mit Strategie

Freitag, 30. Oktober 2009

Drogen Hooray!

Das ist ja mal interessant...

"In einem Bericht für das Kriminalitäts-Forschungszentrum des Londoner King's College kritisierte David Nutt insbesondere die geplante Einstufung von Cannabis als illegale weiche Droge. Schließlich bestehe bei der Substanz nur ein "geringes Risiko", psychische Krankheiten zu verursachen. Wenn die Regierung glaube, junge Leute durch eine drohende Strafe von Drogen fernzuhalten, habe sie "wahrscheinlich unrecht"." (Quelle: web.de)

Worum gehts? Die britische Regierung hat Cannabis bezüglich des Strafmaßes heraufgestuft und dieser Mr. Nutt widerspricht dem offenbar. Die Frage, die sich hier, wie immer beim Thema "Straftatbestand und Androhung von Konsequenzen" stellt, ist:

Was bringen Strafen eigentlich bzw. die Androhung derselben denn? Gar nichts! Das haben etliche Studien schon gezeigt und mal ganz ehrlich: Jeder Mensch weiß, daß das, was er Verbotenes tut, bestraft wird, aber trotzdem tun es genug Leute. Warum sind die Gefängnisse weltweit denn voll? Bestimmt nicht, weil die Insaßen sich IQ-technisch irgendwo zwischen verschimmeltem Toastbrot und Zimmertemperatur bewegen, sondern schlicht und ergreifend weil es nichts gibt, das einen potentiellen "Straftäter" davon überzeugen könnte, daß er ins Klo greift, wenn er sowas böses tut.

Das waren mal meine 2 Cent zum Thema "Kriminalität, Abschreckung usw.". Das soll aber letztlich gar nicht das Thema sein. Vielmehr finde ich es erstaunlich, zu welchem Ergebnis Mr. Nutt kommt:

"Alkohol kommt demnach auf Rang fünf, nur Heroin, Kokain, Barbiturate und der Heroin-Ersatzstoff Methadon richten laut Nutt mehr Schaden an. Die Volksdroge Nikotin in Form von Zigaretten belegt bei Nutt Platz neun. Cannabis, LSD und Ecstasy landeten hingegen auf den Plätzen elf, 14 und 18. Ecstasy sei auch nicht gefährlicher, als ein Pferd zu besteigen, meinte der Drogenberater." (Quelle: web.de)

Was heißt das denn jetzt? Na, ist doch klar: Leute, gebt das Rauchen und Saufen auf, haut euch lieber den Schädel mit Cannabis zu, zieht euch LSD rein, freßt Ecstasy kiloweise und geht vor allem Reiten!

Also, mal ehrlich, was ist das denn für eine dämliche Studie? Ja, Droge ist nicht gleich Droge, wenn man die Auswrikungen betrachtet, aber letztlich ist es doch so: Droge ist verdammt nochmal gleich Droge! Ob ich mir meine Hirnzellen mit Alkohol oder Cannabis wegknalle, ob ich mich von Glimmstengeln oder Spritzen abhängig mache, ob ich mir den ultimativen Adrenalinrausch durch Action pur gebe oder ein Pferd reite (ich liebe diesen Verweis!^^) - ES IST SCHEISSE!

Deswegen finde ich diese Studie nutzlos. Vollkommen nutzlos. Aber das ist ja das Problem Heute. Nutzlosigkeit wird erforscht bis zum Exzess und den Menschen dann als ultimative, überlebenswichtige Erkenntnis serviert. Danke dafür...

Von Tennislegenden und Topjuroren...

Als ich gerade meine mails bei web.de abfragen wollte, sprangen mich auf der Startseite zwei schockierende Meldungen an.

"Rolfe" wird in der nächsten Runde von "Germany's Next Top-Bulimisten" nicht mehr in der Jury sein. NEEEEEIIIIIIN! Das könnt ihr mir doch nicht antun! Oh mein Gott! Mein Leben hat keinen Sinn mehr... Krieg in Afghanistan, Menschenrechtsverletzungen in China, Friedensnobelpreise für den amerikanischen präsidentialen Heilsbringer, Not, Elend, Leid, Hunger, Pestilenz und Verfall - das ist alles schlimm, aber daß "Rolfe" nicht mehr Juror sein wird, stellt natürlich alles in den Schatten...

Naja, fast alles, denn eine Sache ist noch schlimmer....

Andre Agassi, seines Zeichens Ex-Tennisprofi und nun schon seit Jahren Graf-Ficker (hmm, irgendwie kommt der Wortwitz geschrieben nicht so toll rüber...^^), hat ein, Zitat, "Dunkles Geheimnis", welches jedoch nicht so dunkel ist, daß er es nicht doch in seiner bald erscheinenden Biographie an die große Glocke des "seht-mich-an-Bedürfnisses" hängen würde. Er litt schon sehr früh an Haarausfall und seine Haarpracht, die ihn, neben seiner Kleidungswahl auf dem Court, zum Tennis-Rocker qualifizierte, war jahrelang ein Toupet! OMFG! Ich fall vom Glauben ab und schmeiß mich hintern Zug...

Not, Elend, Leid, Hunger, Pesti.... ach lassen wir das. Die Leute von web.de haben schon Recht. Man muß halt ein Gespür dafür haben, was man den Lesern/Betrachtern in puncto Nachrichten heutzutage in der übermedialisierten Welt präsentiert.

Täglich verhungern abertausende von Kindern, werden abertausende Menschen gefoltert und getötet, werden abertausende von Verbrechen von denen Begangen, die einen vor solcherlei Verbrechen schützen sollen, aber nur der wahrhaft kundige Geist vermag es mit seinem geschulten Auge durch das Dickicht der Belanglosigkeiten dieser Welt hindurchzublicken und es dann mit seinem langerprobten großen Maul hearuszuschreien, was WIRKLICH von Bedeutung ist. WIRKLICH VON BEDEUTUNG!!!

In diesem Sinne gönnen wir uns doch alle eine Träne im Knopfloch für diese erschütternden Nachrichten, diue zumindest mein Leben jetzt nachhaltig geprägt haben...

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Blut für den Blutgott!

Ähm, *räusper* Verzeihung für diesen Ausbruch eines "Warhammer Fantasy"-geschädigten Bloggers...

Worum es geht? Um das hier:

Mercedes-Benz ist "in die Kritik geraten", weil sie von ihren Bewerben Blutproben verlangen. Diese Blutproben sollen, laut Mercedes, keinerlei Einfluß darauf haben, ob denn ein Bewerber eingestellt wird oder nicht.

Nun mag man denken: Na gut, wenn das keine Gewichtung bezüglich der Stellenvergabe besitzt, dann kann man das ja mal machen. Aber wer das ernsthaft glaubt, der ist mit dem Klammerbeutel gepudert worden...

Was soll denn so ein Bluttest bewirken? Warum macht man den denn? Natürlich um etwas festzustellen. Und was will man feststellen? Genau das, was man in einem Vorstellungsgespräch nicht erfahren soll bzw. muß (luat offizieller Rechtslage), um eben den Bewerben, wenn sie denn einen "Makel" aufweisen, dennoch die Chance auf eine Anstellung zu geben.

Anhand eines solchen Bluttests kann man feststellen, ob ein Bewerber/eine Bewerberin schwanger ist, Drogen nimmt, dem Alkohol frönt oder schlimme Krankheiten hat und was weiß ich noch... Und sollte einer dieser Fälle sich als positiv erweisen, dann kann mir doch keiner erzählen, daß Mercedes diese Person tatsächlich einstellen würde.

So weit, so . . . naja . . . Vom unternehmerischen Standpunkt aus gesehen ist das nachvollziehbar. Wer möchte denn jemanden einstellen, der womöglich innerhalb des nächsten Jahres schon wegen Schwangerschaft oder Krankheit ausfällt, bzw. direkt mal im Vollrausch oder komplett zugedröhnt den ersten Dienst antritt? Allerdings gibt es da letztlich doch noch ein Problem, was dieses Schwert besonders zweischneidig macht...

Es ist, im Rahmen eines Einstellungsgespräches, unzulässig, daß ein Arbeitgebeer einem potentiellen Arbeitnehmer Fragen nach eben genau diesen Dingen stellt. Um so etwas festzustellen, gibt es in der Regel die "Einstellungsuntersuchung", d.h. nach Abschluß eines Vertrages wird der Neu-Lohnsklave medizinisch überprüft und dann sieht man, ob eine der oben genannten Situationen eintritt.

Und da beißt sich die Katze selbst in den Schwanz. Warum? Halten wir uns mal an Fakten:

- Ein Arbeitgeber darf einen Bewerber nicht nach schweren Krankheiten, Schwangerschaft, Drogen- und/oder Alkoholkonsum befragen, damit die Chancen des Bewerbers nicht von vornherein gleich Null gehen [Ich kenne Leute, die zwar durchaus mal ordentlich "einen durchziehen", also sich die Birne mit Drogen vollhauen, aber dennoch in dem, was sie tun, verdammt kompetent sind].
- Schwangerschaft ist eine temporäre Erscheinung, die ebenfalls keinerlei Aussagekraft bzüglich der Qualifikation zuläßt.
- Gleiches gilt in der Regel für Krankheiten. Wenn jemand, sagen wir mal AIDS hat (um ein Extrembeispiel zu bemühen), dann sagt das nichts über seine Fähigkeiten aus.

Von daher könnte man sagen, daß es einen potentiellen Arbeitsgeber einen Scheißdreck angeht, ob da irgendwas in dieser Richtung vorliegt, solang die Qualifikation paßt und der Bewerber sich kompetent darstellt.

A B E R ! ! !

Jetzt kömmt die crux.

Was nützt es einem Arbeitgeber denn, wenn er jemanden einstellt und dann feststellt, daß er innerhalb der nächsten 1 - 3 Jahre bereits langfristig ausfällt, also quasi "totes Kapital" darstellt (human ressources, anyone?).
Ein Arbeitnehmer kann noch so kompetent sein, aber wenn sie schwanger ist und dann wirft und Mutterschaft in Anspruch nimmt, oder er innerhalb der nächsten 2 Jahren auf immer ausfällt wegen seiner schweren Krankheit, dann steht der Arbeitgeber blöd da. Warum? Naja, wegen dieser Kausalitätskette:
Bewerbung erhalten, Bewerber eingestellt, Bewerber fällt auf lange Zeit (für immer?) aus, Arbeitgeber braucht schon wieder ne neue Kraft.

So, was soll dieser Exkurs?

Ganz einfach, es zeigt wo das Problem heutzutage liegt. Political correctness, Chancengleichheit usw. sind wunderbar, aber gerade jetzt, wo eh alles mehr im argen liegt, da müssten eigentlich andere Maßstäbe angesetzt werden (so vom Standpunkt des oft bemühten "common sense" her gesehen), welche allerdings wiederum dem zuwider liefen, was das ausmacht, das uns als Volk ausmacht: Grundrechte - also, keine Benachteiligung und so, Chancengleichheit und so...

Und das bringt mich zur eigentlichen Frage der ganzen Sache:

Wie bewertet man sowas? Klar, jeder verdient die gleichen Chancen, aber ebenso verdient ein Arbeitgeber auch Klarheit. Muß der Arbeitgeber um der "political correctness" Willen dazu gezwungen sein mit dem "Menschenkapital" zu spekulieren und die Katze im Sack zu kaufen? Wo zieht man die Grenze zwischen notwendiger unternehmerischer Vernunft und der Integrität des Individuums?

Das ist die Frage, die sich stellt und auf die ich leider keine Antwort habe, so gerne ich auch antworten können würde...

Montag, 26. Oktober 2009

Über Pharmakonzerne und Doping

WHOA! Der Titel klingt ja schonmal kraß beseutungsschwer, aber ganz so massiv ist der Inhalt dann doich nicht, da ich hier nicht einen Themenkomplex, sondern zwei verschiedene anspreche (Wobei, wenn man erlich ist, gehen diese beiden Sachen ohnehin Hand in Hand...). Aber der Reihe nach.

Letzte Woche lief in der ARD eine Doku mit dem Titel "Heilung unerwünscht". Bei Interesse kann man das hier finden: http://www.youtube.com/watch?v=VgFuO5q1zgE. Diese Doku habe ich zwar nicht gesehen, aber den Verweis darauf beim Wochenrückblick des "heute"-Nachrichtenmagazins im ZDF - und diese Zusammenfassung fand ich wirklich bezeichnend.

Es ist ein alternatives Mittel entwickelt worden, um Menschen, die an Neurodermitis leiden, etwas Linderung zu verschaffen. Mit diesem Mittel sind die Entwickler jahrelang bei den großen Pharmafirmen hausieren gegangen, um es auf den Markt zu bringen. Es erübrigt sich zu sagen, daß daraus nie etwas wurde. Und warum? Natürlich aus dem einfachen Grund, daß es einfach nicht genug Geld abwerfen würde. Es handelt sich bei dabei um "Regividerm" und das Besondere daran ist, daß es nicht, wie die üblichen Mittel, als Cortisonbombe daherkommt, sondern größtenteils auf Vitamin B12 und Avocado-Öl basiert. Das, was dieses Mittel leistet, ist eine nachhaltige Linderung der Beschwerden. Es kann die Krankheit nicht heilen und will es auch gar nicht, aber es will den Betroffenen eine schonende Alternative bieten, um mit der Krankheit zu leben - und zwar wesentlich "gesünder" (behaupte ich mal), als sie es jetzt tun, indem sie sich mit Cortison zupflastern.

Nun ja, wie gesagt, keiner wollte es, da es unterm Strich nicht genug Geld abwerfen würde und zudem vielleicht sogar das Potential hat, die anderen Mittel zu verdrängen, da die Betroffenen lieber fortan gut mit der Krankheit leben wollen könnten, anstatt sich wie bisher mit Mitteln zuzudröhnen, die die Krankheit heilen sollen, es aber nicht schaffen.

Natürlich waren das keine offiziellen Begründungen, sonderm meine Spekulationen und wohl auch die der Doku-Verantwortlichen, aber die Vermutung liegt nahe. Der finanzielle Aspekt ist ein Fakt. Regividerm ist de facto wesentlich günstiger als gängige Mittel. Zudem hat sich ein damals verantwortlicher Doktor des Unternehmens "Merck" geäußert. Als das Mittel dem Konzern angeboten wurde, war er für eben solche Entscheidungen zuständig und nach Rücksprachen mit den Chefetagen hieß es dann einfach "Das paßt zur Zeit nicht in unser Portfolio." So weit, so schlecht. Pikanter wird die Sache dadurch, daß der Sohn des Herrn Doktors an Neurodermitis leidet und er als Privatmann an die Hersteller von Regividerm herantrat, um es mal zu testen - mit dem Ergebnis, daß es zwar keine Heilung bringt, aber die Beschwerden massiv lindert und die Lebensqualität ebenso massiv hebt. Daraufhin ging er nochmal in die Chefetagen und fragte wegen des Mittels an, doch wie gehabt blieben die Ohren verschlossen und die Meinungen verbohrt.

Nun ja, um es kurz zu machen: Durch die Doku hat sich jetzt ein schweizer Pharmakonzern dazu entschlossen das Mittel auf den Markt zu bringen. Wie gesagt: In meinen Augen ein nettes Beispiel dafür, wo die Interessen der Pharmaindustrie liegen, wieviel ihnen also am Wohl der Menschen liegt...

And now for something completely different...

Gerade im Radio gehört: In Amerika wurde eine Marathonläuferin wegen Dopings disqualifiziert. Sie hatte es gewagt beim Laufen ihren IPod zu benutzen! Dasd reichte den Verantwortlichen zum Ausshluß, da es erwiesen ist, daß Musik die Leistungsfähigkeit erhöht, was ja nichts anderes als Doping ist.

Ich sag da nur: Hell yeah! Wer praucht schon EPO, wann er mp3 haben kann?

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Deutschland einig Panikland

Das mal nur als kleines Zeichen dafür, daß mich diese allgemeine Schweinegripp-Panik-Epidemie langsam so richtig ankotzt.
Erst wird in Panik ein Impfstoff gekauft, der zum einen gerade mal für ein Drittel der Bevölkerung reichen würde und der zum anderen gar nichts mit der Schweinegrippe zu tun hatte, weil der noch in der Entwicklung war.
Naja, so kriegt die Pharmaindustrie ihre Ladenhüter halt doch noch an den Mann...
Dann die Diskussion zwischen Krankenkassen und Staat, wer den Spaß den zu bezahlen hat. Verdammt noch eins, wozu zahlt man denn die Sozialabgaben, wenn die feinen Krankenkassenfunktionäre dann sagen können: Nö, zahlen wir nicht.
Dann kommt der "richtige" Impfstoff (was ein Glück, nachdem ja bereits Abertausende Deutsche an dieser schrecklichen Epidemie gestorben sind... NOT!) und was ist? Große Diuskussion. "Ohoho! Der ist ja noch gar nicht erprobt! Vielleicht gibt es gewaltige Risiken! Aber trotzdem soll sich jeder impfen lassen!"
Naja, wie ja zu erwarten war, war das ganze eine Luftnummer vom Feinsten. Medien, Staat und Krankenkassen haben sich permanent selbst ins Knie geschossen, während sie an den Fäden der Pharmaindustrie zum Chor aus klingelnden Kassen und selbstzufriedenem Gelächter getanzt haben.
Doch ich sage gemeinsam mit etlichen anderen Usern jetzt: NEIN! LASST MICH MIT EUREM SCHEISS IN RUHE!!!

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Schatz? Liebst du mich?

Selten hab ich eine dümmere Frage gehört!

Warum brauchen Frauen diese Art von Bestätigung, die im Internet als "Nullpost" klassifiziert werden würde.

Ich meine: WHAT THE MOTHERFUCKING FRIGGING HECK? Ich bin seit 5 Jahren in dich verliebt (das weißt du, weil ich es dir damals gesagt habe!), ich bin seit 4 Jahren mit dir zusammen, ich wohne seit fast 2 Jahren mit dir zusammen, wenn du etwas möchtest, dann springe ich sofort, um es dir zu geben, wir haben regelmäßig Sex, der dir zeigt wie sehr ich dich begehre, wir machen eigentlich fast nur das, was du willst und ich stecke in meinen Wünschen nahezu immer zurück.

WASZUMTEUFELBRAUCHSTDUEIGENTLICHNOCHUMMIR ZUGLAUBENDASSICHDENRESTMEINESLEBENSNURMITDIRVERBRINGENWÌLL?!?

Jesus... -.-.

Sonntag, 18. Oktober 2009

Gesunder Menschenverstand

Dear common sense,

I’m addressing you in English, because my letter is based on something I heard, which took place in America. Thus I guessed that it would be best to use the English language, just in case you would like to forward it to your local branch over there.

So, why am I writing? Well, first of all let me say that I’ve always been one of your biggest fans and supporters. What you have done for mankind since its dawn can hardly ever be appropriately appreciated: Giving the first men the insight, that you need to socialise in order to survive or gently leading the great philosophers throughout history and pushing them into the right direction (such as Sokrates, Rousseau or Kant). Your influence on those great men and thereby trying to make our world a world worthwhile living in, can only be described as priceless.

Yet, there is something I don’t understand, especially when hearing stories like the one I would like to talk about. How exactly do you choose the ones you want to support and enlighten? And why is it that those who are supposed to own the lion’s share of what you are giving are most often those who seem to totally lack it? I mean, look at our world. Politicians, judges, religious men or leaders or, generally spoken, everyone in a leading position, wielding the power to make decisions which will influence or even dictate the lives of those under their control, are supposed to own and make use of common sense, but most of the time they simply don’t.

The only thing I can make up to somehow explain it is, that you are getting more and more overburdened due to the fact that the number of people is growing so fast. I mean, let’s face it. When this whole thing started you had to take care of some thousands? And nowadays it’s more than 6 billion people. And the growth rate is accelerating.

Well, that would be no problem at all, since you ARE common sense and thus you are the first one to tell you, that you need help. So I guess that you have done, what anyone owning common sense would have done if they were trying to run a, no, to run THE global player company in the world. You founded local branches and I’m sure that you have put in charge those who, according to common sense, were the best for the job. But nevertheless, somehow something screwed up and now I’m desperately trying to figure out what went wrong and how it can be fixed.

The only thing I can and want to imagine is that this whole thing is a systematic issue. You yourself simply cannot be everywhere in the world at the same time. Thus you founded local branches and established locums to run the business according to your vision. But obviously, those guys failed, though I don’t want to say that they were a bad choice right from the start. Nevertheless, it all finally came down to the point we’re at right now. Those locums made some faulty decisions and so men were put in charge who seem to lack common sense, which leads me to the final question:

Does common sense have common sense? Was everything you did really based on common sense or did you somehow degenerate and aren’t capable of doing your job properly any longer?

I really don’t want to offend you, but these days it seems that you have somehow given in and aren’t really worth the paper your written on any longer.

Oh man, this letter has become longer than I had intended it to be. So many thoughts and words and still I haven’t come to the point that started it. Well, unfortunately I don’t have much time left and thus I will now just give a short summary of what I had heard and that made me write down this letter.

In America a pupil has been sentenced to be sent to a boot camp for about 40 days. The judge made this decision because the boy had brought a multifunctional knife to school, which is prohibited by law. It was one of those knives, including a fork, a corkscrew, a bottle opener and the likes besides the blade. He wanted to use it for dinner in the school cafeteria. According to what the boy said, he took it with him, because he was so fond of it and thus wanted to use it. Nevertheless, legal regulations state, that this is an offence against school laws, which clearly prohibit bringing such dangerous devices to school.
Oh yeah, least I forget: That boy is six years old…
So, in the name of common sense, let’s hope that being stuck with criminals such as drug dealers, thieves, robbers or guys doing battery, which are all more than twice as old as him, that being treated like that piece of shit that he obviously is and that being pushed beyond his physical capabilities for about 40 days, will finally make him the kind of citizen that completely fits into that glorious society – free of all evil thoughts as well as morally and, even more important, mentally stable.

Yours faithfully
Irony aka Sarcasm aka Cynicism

Sonntag, 4. Oktober 2009

Tarja Turunen

Heute Abend lecker Konzertbesuch am Start gewesen. Tarja Turunen im "Ohrakel" Ingolstadt. War extrem nice. Die Band las sich wie ein "who is who". Am Cello ein Ex-Apocalyptica-Mitglied, am Bass Oliver Holzwarth (guter Mann, der vor allem immer mit Blind Guardian auf Tour ist) und an den Drums Mike Terrana, das Tier. Scheiße! Der Kerl hats verdammt nochmal drauf. Der hat so dermaßen genial gewirbelt und dabei ne Mimik am Start gehabt, so daß ich irgendwie ständig "Animal" aus der Muppet Show vor Augen hatte. Krasser Typ!

Ansonsten: Tarja war wie erwartet über jeden Zweifel erhaben. Stimmlich gewohnt genial und neben ihren eigenen Songs gab es noch 2 Nightwish-Kracher (Nemo und She is My Sin) und ein Alice-Cooper-Cover (Poison). Das Highlight war jedoch, daß sie zur Zugabe zusammen mit dem Keyboader, Cellisten und Gitarristen INS Publikum gegangen ist und da performt hat. saugeniales Feeling! Das war echt "intim". Alle waren superdicht dran und es war ne sehr geile Atmosphäre.

Alles in allem: Exzellent angelegte 34 Euro für das Ticket, da es auch noch zwei schicke Vorbands gab.

Donnerstag, 24. September 2009

Abgründe tun sich auf....

Lange Zeit, kein Post, business as usual...

Anyway. Ich poste hier einfach mal kurz zu nem "ausgelutschten" Thema: Amoklauf, der neue Trendsport..

Ich laß mich jetzt nicht über Hintergründe oder sonstiges aus. Es ist verwerflich und ein Armutszeugnis, sowohl für den Täter, als auch und das insbesondere für unseren Staat/unsere Gesellschaft.

Die Frage, die immer im Raum steht, ist die nach dem warum. Und ich muß sagen, daß ich dem Irren von Ansbach fast schon dankbar bin, denn er hat den offiziellen Stellen und "Haßpredigern" keinen Zündstoff geliefert, sondern ihnen den Wind aus den Segeln genommen. Was das soll? Na ganz einfach. Das hier:


- Täter aus Koma erwacht, aber noch nicht vernommen- PC übers Wochenende ausgewertet worden- auf PC viele Dokumente, die auf langfristige Planung hindeuten (ältester Fund vom April 09), gefunden- “Gewaltvideos” (was auch immer die genau darunter verstehen) in seinem Besitz entdeckt- Dokumente liefern folgende Angaben:1. er hatte Angst eine schwere Krankheit zu erleiden2. er hatte Angst das Abi nicht zu schaffen3. er hatte Angst vor seiner sozialen Situation (d.h. perspektivlos dazustehen, als Folge aus 1. und 2.)4. er wollte so viele Leute wie möglich töten5. er nahm seinen eigenen Tod billigend in Kauf
So wie es bislang aussieht waren seine Befürchtungen haltlos, da er weder körperlich krank, noch sein Abi gefährdet war.
Bleibt die Frage: What’s the line?- Warum hatte er diese Ängste?- Wie konnte er unbemerkt die Vorbereitungen treffen? (Molotow-Cocktails bauen, ne Axt organisieren und verstecken (sofern er das überhaupt getan hat))- Warum hat mal wieder mal keiner bemerkt, daß er ein Außenseiter zu sein scheint?
Und vor allem:
Welchen Sündenbock suchen die offiziellen Stellen jetzt, da, nach bisherigem Stand der Dinge, keine “Killerspiele” entdeckt worden sind?Ich denke mal, daß da die “Ausnahme von der Regel”-Begründung greifen könnte.

Keine Killerspiele. Wo ist also der Standard-Sündenbock hin? Nun ja, ich habe diesen Text auch als Kommentar auf zachseinblog hinterlassen und nach einer Antwort, die mir sagte, daß es wohl totgeschwiegen werden wird, hab ich noch das hier hinterlassen:


Die “prickelndste” Meldung bis dato war, daß dem Täter am Krankenbett die Strafanzeige verlesen wurde. *yay* -.-Ansonsten verlegen sich die Berichterstatter darauf die vorherigen Amokläufe nochmal aufzukochen und die Opfer und Geschädigten dieser Idiotien auszuschlachten. *sigh*
Ist doch auch klar. Man hat als “Sündenbock” nur das “eigene Versagen” bei der Hand, sprich: Versagen auf ganzer Linie. Ich seh sie alle bildlich vor mir…

- “Was war denn jetzt der Grund für den Amoklauf?”- “So wie es aussieht waren es soziale Isolation und irrationale Ängste.”- “Und wem können wir dafür die Schuld in die Schuhe schieben?”- “Na ja…” *hüstel* “das müssen wir eigentlich uns ankreiden. So wie die Dinge in Deutschland Heute laufen, sehen sich halt ne Menge Leute vor dem Nichts stehen..:”- “Verdammt! Das ist ja grauenhaft!”- “Ja, all die Perspektivlosigkeit und Verzweiflung, die wir nicht bekämpfen, geschweige denn in den Griff kriegen können…”- “Drauf geschissen! Es ist grauenhaft, daß wir nichts anderes als Grund vorschieben können!”- “…”- “…”- “Und jetzt?”- “Ja, nichts. Laß es uns ausschlachten, daß es keine Toten gab, laß uns unser Amok-Notfallprogramm über den grünen Klee loben und dann sorgst du gefälligst dafür, daß die anderen Amok-Geschichten wieder hochgekocht werden! Wir können uns das nicht leisten jetzt keinen Sündenbock zu haben. Wär ja noch schöner, wenn wir irgendeine Schuld eingestehen müßten. So weit kommts noch!”- “Recht hast du.”

Warum, warum nur überrascht mich das dann letztlich doch nicht?

Tja, und dem habe ich hier auch nichts mehr hinzuzufügen...

Dienstag, 11. August 2009

Der Polit-Remix


Durch dem Zachseinblog bin ich auf eine nette Aktion von netzpolitik.de aufmerksam geworden und hab mich da auch gleich mal probiert...

Sonntag, 9. August 2009

Second Skin

Einfach ansehen. Es lohnt sich!

Donnerstag, 6. August 2009

Willkür, aber amtlich!

Ich hab hier eine ganz aktuelle persönliche Story zum Thema "Behörden und Willkür" (zumindest kommt das einem so vor). Ok, streng genommen müßte man es wohl "Behörden und Kleinkariertheit" nennen, aber egal, denn unterm Strich läuft es auf das Gleiche raus: Man wird ohne Rücksicht auf Verluste rumgeschubst.

Vor 2 Wochen erhielt ich ein Schreiben vom Finanzamt, daß die KFZ-Steuer nicht von meinem Konto abgebucht werden konnte (an dieser Stelle ein Gruß an die Sparkasse, da der Fehlbetrag geschlagene 9 Euro waren, die ich nicht ins Minus laufen durfte...). Anyway...

Hab also ne Zahlungserinnerung erhalten, daß das bis zum 31.7. erledigt sein soll. Ich hab mich also gekümmert und die Überweisung so schnell es ging (am Abend des 28.7.) eingeworfen.

Jetzt machen wir mal Theorie...

Dienstag Abend Einwurf
Mittwoch Registrierung der Überweisung bei der Sparkasse und Beginn der Bearbeitung
Donnerstag Überweisung
Freitag Eingang der Überweisung beim Empfänger

Also letztlich solide 3 Tage Standardbearbeitungszeit. Zusätzlich dazu habe ich dem Finanzamt noch mitgeteilt, daß die Überweisung von mir in Auftrag gegeben wurde, das Geld also innerhalb der nächsten Tage ankommen sollte. So weit so gut. Oder auch nicht... ;)

Heute habe ich Besuch von den Herren in Grün erhalten, die mir meinen Wagen stillgelegt haben und zwar auf Anweisung des Amtes, wegen nicht erfolgter/verspäteter Zahlung. Nachdem ich entsprechend blöd geschaut hatte, rief ich beim Amt an und hab Folgendes gehört: "Die Zahlung kam zu spät, nämlich erst am 3.8."
Ich bin dann mal zur Spaßkasse gedackelt und hab den Auszug geholt. Da konnte ich sehen, daß die Überweisung, gegenüber meiner theoretischen Auflistung, um einen Tag verzögert durchgeführt wurde, also erst am Freitag, den 31.7., woraus sich in der Folge ergab: Eingang bei der Bank des FA eigentlich am Samstag, aber weil ja Samstags eher so ein Tag ist, an dem bei Banken nicht wirklich was läuft, kam die Knete erst am Montag wirklich an und realisiert wurde das das Dienstag früh, wobei da "leider, leider" schon die Mühlen zu mahlen begonnen hatten.

Die Frage, die ich mir jetzt stelle: Wie verdammt kleinlich kann man sein? Ich habe gesagt, daß die Überweisung getätigt wurde, ich habe die Belege, daß es in der Frist geschehen ist und alles Weitere (die Verzögerung bei der Sparkasse) entzieht sich meinem Einflußbereich. Weiterhin ist es so, daß da ja das Wochenende dazwischen war, also noch was, wofür ich nichts kann...

Warum, zum Teufel kann man denn beim Amt nicht so "menschlich" sein und sagen: "Hey, fristgerecht überwiesen, leider Wochenende dazwischen und das Geld haben wir ja, also pfeifen wir die Pozilei doch mal zurück und lassen den Wagen nicht stillegen."?

Nein, stattdessen zieht man das eiskalt durch und schert sich nicht darum, was das für den Betroffenen bedeutet: Nämlich kein Auto, bis es wieder offiziell beim Straßenverkehrsamt angemeldet wird (inklusive der entsprechenden Kosten natürlich).

Ich hab das mal mit dem Vater meiner Freundin durchgesprochen (Rechtsanwalt) und das Ergebnis war noch mehr zum Kotzen:
1. Ich bin eigentlich aus dem Schneider, weil ich fristgerecht überwiesen habe und nichts für die Verzögerung und/oder das Wochenende kann.
2. Die Herrschaften vom FA haben leider auch Recht, weil es nunmal hieß "bis 31.7."

Ergo, beide haben irgendwie Recht, doch der Angeschissene bin ich, da ich, obwohl ich keine Schuld habe, trotzdem die Extrakosten einer Wiederanmeldung tragen darf und bis dahin kein Auto habe.

Wenn ich es darauf anlegen würde, könnte ich natürlich versuchen diese Kosten beim Amt geltend zu machen (Wiederanmeldung und bis dahin entstandener Nutzungsausfall), aber das lohnt den Aufwand nicht - hat mir zumindest der Vater meiner Freundin gesagt, denn letztlich könnte man mir noch nen Strick draus drehen (und das würde das Amt definitiv machen, denn die wollen doch kein Geld rausrücken), indem man sagt: "Ja, sie hätten ja schon eher überweisen können..." Hätte ich zwar nicht, aber was soll's...

Fazit: Nur Streß und Kosten (für beide Seiten), was komplett hätte vermieden werden können, wenn das Amt irgendwie ne Spur "menschlicher und überlegter" gehandelt hätte.

Quintessenz:
Was soll man von diesem und ähnlichen Fällen halten? Wie stark ist die Beziehung Bürger <-> Behörden in unserem Land von "Kosteneffizienz", "sklavisch befolgten Richtlinien" und "nicht vorhandenem/angewendetem gesundem Menschenverstand/Einfühlungsvermögen" geprägt? Wo liegt der Knackpunkt in unserem System? Sind es die Regelungen/Gesetze, die im Zweifelsfall so aussehen wie oben beschrieben und die dafür Sorgen, daß der Bürger selbst in einer (theoretischen) win-win-Situation doch der "Verlierer" ist? Was läuft da schief?

Donnerstag, 16. Juli 2009

Ich denke, daß...

...wir am 27. 09. 2009 fürs erste endgültig in die Katastrophe rauschen. Und ich denke, daß das bitter nötig ist. Vielleicht kriegt die träge deutsche Wählermasse dann endlich einmal den Hintern hoch und sieht, daß sich GRAVIEREND etwas ändern muß.Erst wenn man etwas nicht mehr hat merkt man wie wichtig es einem ist, da man es so sehr vermißt. Und wenn es genügend Menschen hiuer dreckig geht, dann geht denen hoffentlich auch das entscheidende Licht auf - denn egal, was ab dem 27.09. hier den Ton angibt: Es wird nichts Sinnvolles dabei rumkommen, denn die Legislaturperiode sieht so aus.

Monat 1-6:
Man sonnt sich im Licht des Wahlsieges, verspottet den Gegner und schleimt sich bei den Wählern ein, weil sie so gestimmt haben. Effektiv getan wird nichts.

Monat 7-12:
Man nimmt ein paar kleine Maßnahmen in Angriff, die den Eindruck vermitteln,
daß das Wahlversprochene auch wirklich umgesetzt wird, aber letztlich bestenfalls nur heiße Luft sind, schlimmstenfalls der erste Stein auf dem Weg zur Geröllawine sind.

Monat 13-24:
Man erkennt, daß die Bevölkerung keine Änderungen erkennt und verbringt das Jahr damit einerseits ständig darauf hinzuweisen, daß man die vorangegangenen "4*Anzahl der Legislaturperioden des politischen Gegners) Jahre politischer Mißwirtschaft nicht in so kurzer Zeit ändern können. Andererseits werden weiter Platzpatronen in Sachen politisch sinnvolle Arbeit abgefeuert, während im Hinterzimmer fleißig an den neuen Schnapsideebomben gebastelt wird.

Monat 25-30:
Die ersten Testläufe für neue Ideen und Entwürfe der Marke "geistiger Tiefflieger" werden gesattet. Durch die clevere Verpackung werden diese von der breiten Masse als "toll" wahrgenommen und brav beklatscht.

Monat 31:
Die "Buh"-Rufe der Gegenfraktion werden mit einem umso lauteren "selber BUH!" beantwortet. Warum? Genau! Nur noch 18 Monate bis zur nächsten Abfrage des Volksverdummungspegels (manche nennen es auch "Wahl"). Höchste Zeit den Wahlkampf einzuläuten.

Monat 31-48:
Das läßt sich wunderbar zusammenfassen: Die Schwachsinnskurve geht gegen "+ unendlich", der Outpot an Mental-Diarrhoe nimmt unsägliche Ausmaße an und am Ende sind weitere 4 Jahre unseres Lebens verschwendet, was wir artig danken, indem wir den Idioten eine neue Chance geben...

(inspiriert von Zach und dessen Blog)

Mittwoch, 15. Juli 2009

Nice work!

Da ich mich sehr ernsthaft mit dem Gedanken trage, mir ein Schlagzeug zuzulegen, habe ich mich mal im Internet so umgesehen, um einen groben ersten Eindruck zu bekommen. Dabei bin ich auf folgendes Video gestoßen, das jetzt weniger durch drumming skills, als vielmehr durch Kreativität und Schnittechnik besticht. Nice!




Dienstag, 14. Juli 2009

Ain't it funny...

Tja, was soll ich sagen? Es ist echt seltsam... Man hört immer wieder von den Krisenherden in der Welt und wie Deutschland, zurecht, als Teil der Welt, der ja durchaus das Richtige (tm) tun will, seinen Teil dazu beiträgt, um diese Mißstände zu beheben. Somalia, Kosovo, Afghanistan . . . you name it.

Doch so sehr man es auch wahrnimmt, ist es doch immer halt nur "irgendwo da draußen auf dem Globus". Es ist weit weg, es berührt einen nicht direkt (außer man ist Amerikaner und glaubt, daß Mittelstrecken-Raketen aus dem Irak locker bis in die U.S.A. fliegen können...).

Doch dann passiert es. Jemand, den man kennt, den man gut kennt, der der beste Kumpel ist, ist plötzlich im D:SF-Modus - mittendrin, statt nur dabei. Und dann wird das ganze irgendwie ruck zuck ein verflucht persönliches Problem und Anliegen...

So ist es gerade bei mir. Mein bester Kumpel ist Soldat und nun in Afghanistan. Zwar ist er im "ruhigen" Bereich stationiert, aber was das heißt, sieht man ja daran, daß auch deutsche Soldaten bereíts zurückgekehrt sind und dabei "mit den Füßen voran" das Flugzeug verlassen haben...
Auf einmal ist man selbst betroffen. Plötzlich ist da jemand, den man kennt und an dem einem etwas liegt, tatsächlich da. Und dann ist das alles gar nicht mehr so verdammt weit weg... und man erkennt, daß diese Krisenherde und Probleme uns wirklich alle angehen. Manchen mehr, manchen weniger direkt, aber dennoch betrifft es jeden.

In diesem Sinne:
Ich hoffe, daß irgendwann zumindest ein kleiner Ruck durch die Menschheit geht und sich so ein Mist auf ein Minimum reduziert (ja, ich weiß, "Minimum" ist ziemlich schwammig und relativ, aber dennoch...). Und bis dahin hoffe ich, daß alles "glimpflich" ausgeht - für meinen Kumpel und jeden einzelnen seiner Kameraden...

Montag, 13. Juli 2009

Mensch gegen Maschine...

...bzw. Strichmännchen. Hab ich bei youtube gefunden und halte es für lustig. Aber seht selbst...









Dies und das und jenes

Zurück von einem sehr unterhaltsamen Wochenende in Gräfenberg. Habe dort mit meiner Freundin zusammen das alle 5 Jahre stattfindende historische Bürgerfest besucht.

Das genze begründet sich auf Wirnt von Gräfenberg (Wirnt von Grafenberc), der dort einmal gelebt und ein 12.000 Verse (zumindest gemäß dessen, was ich so hörte) umfassendes Epos über den Ritter Wigalois, Sohn des Gawain und somit ein Ritter an Artus Hof, niedergeschrieben hat.

Jetzt mag man meinen "Oh, ein Mittelalterfest. Been there, done that.". Weit gefehlt, denn das , was da los ist, ist echt beeindruckend. Wo man auf solchen Veranstaltungen sonst Gewandungen nur bei den Ausstellern und wenigen Besuchern findet, so sind die Gewandeten dort massiv in der Überzahl. Eine riesige Zahl an Gräfenbergern kleidet sich entsprechend (es gibt eine Arbeitsgemeinschaft, die Gräfenberger Gewandschneiderei, die genügend Kleidung aller coleur anfertigt , so daß das ganze echt zum Happening wird. Hinzu kommt dann die relativ große Anzahl an verschiedenen Ständen, die in der verwinkelten historischen Altstadt ein perfektes Setting finden. Man kann sich da wirklich vorstellen, wie das Leben damals gelaufen sein könnte (ja, ja, nerd alert und so... ;) )

Kurz gesagt, ein Riesenspektakel über 3 Tage, was seine Faszination wohl auch daraus zieht, daß es nur alle 5 Jahre stattfindet. Zum einen nutzt sich die erfahrung dann nicht so ab, zum anderen bleibt genug Zeit, um alles wirklich gut zu organisieren und auch wirklich etwas zu bieten.

Donnerstag, 9. Juli 2009

Double up the fun

Hier zwei weitere Ergüsse zum Thema "misheard lyrics". Sind beide recht gelungen (quoth the maker ;) ). Allerdings bin ich nur zu 97% zufrieden. Woran das liegt? Dazu hab ich meine Theorie...



Ich denke, daß die grundlegende Problematik beim basteln solcher Videos nur zu 50% an der Kreativität des Machers liegt. Die anderen 50% liegen beim "Rohmaterial", d.h. man sollte des Englischen, oder welcher anderen zur Debatte stehenden Sprache auch immer, schon wirklich firm sein, also das Ganze fließend beherrschen und ein sicheres sowie recht intuitives Verständnis mitbringen. Oder anders gesagt: Wenn die sprachlichen Kenntnisse nicht über ein "noch ein Bier", "zu mir oder zu dir" und "das muß mir jemand untergeschoben haben, Herr Polizist" hinausgehen, dann ist da kein Blumentopf zu gewinnen.

Wenn jedoch der Text nicht genug Potential besitzt, dann wird auch die profundeste linguistische Kenntnis nichts mehr rausreißen - zumindest dann nicht, wenn man sich nicht auf einem sprachlichen Level bewegt, das jedem "native speaker" die Schamesröte ins Gesicht treibt, weil man ihm mal so eben zeigt, wie seine Muttesprache funktioniert.



Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn die Wortwahl des Textes "zu simpel" ist, wenn der/die Sänger(in) nicht hinreichend nuschelt und/oder man selbst nicht einen (Fremd)Sprach-IQ jenseits der Schallmauer besitzt, dann ist ab einem gewissen Punkt schlichtweg Schluß mit lustig (wortwörtlich).

Zwar kann man diese Klippen der Humor-Verdammnis zwar durch guten Einsatz des visuellen Begleitmaterials umschiffen ("der Bilder", für alle, denen mein Post hier eh schon zu abgehoben klingt... on the other hand... who the fuck cares? not me! *g*), ohne titanicesquen Schaden zu nehmen´, aber jeder "ambitionierte" misheard-lyrics-creator ist damit einfach nicht wirklich zufrieden - höchstens zu 97%. So wie ich eben...



Naja, was soll's? Dieses ganze Getxte hier wird euch eh nicht davor retten, daß ihr es seht - außer ihr schaut euch die Videos nicht an... (solltet ihr das tun, dann mögen 1000 räudige Kamelflöhe euren Anus heimsuchen! [insert evil laughter here]).



Well then, without further ado, it is my pleasure to present to you, the two latest spawns from my twisted mind:









Sonntag, 5. Juli 2009

OPS und Tiefgekühltes

So, gerade wieder den OPS bedient. Ohne große Worte: Bitte sehr!

Der Liebe

Kommen
Sturzflut gierig

Aufenthalt
Flamme heißhungrig

Weichen
Warten teilnahmslos


Ansonsten: Freitag war ich mit Superfreundin im Kino. Ice Age 3. Was ich davon denke? Wer es wissen will, der kann es jetzt lesen.

War gut. Hat mir besser gefallen als der Zweite, aber nicht so gut wie der Erste. Was vor allem zieht, ist die Tatsache, daß da die meisten Actionszenen von allen drei Teilen drin sind. Der Film hat, meiner Meinung nach eine unheimliche Dynamik. Außerdem sitzen die Pointen besser als beim zweiten Teil und auch die Ideen sind origineller - vor allem, was die Einführung neuer Charaktere eingeht.

Als im zweiten Teil Ellie, Crash und Eddie reinkamen, da war das insgesamt so auf dem Niveau von "ganz nett", aber nicht mehr. Ein Mammut, das sich für ein Opossum hält? Es schläft auf Bäumen? Die Opossums sind total fertige Freaks? Ja, ok. Kann man sich anschauen, aber das habt ihr besser drauf.

Und das "besser drauf haben" haben sie jetzt gezeigt. Scratte als "Gegenspielerin" zu Scrat für die Zwischensequenzen ist richtig gut gelungen und Buck, der eigentlich Captain Ahab ist, aber in seiner Art und seinem Auftreten mehr Kategorie "Jack Sparrow" ist, ist auch echt gut geworden. Ein absolut herrlicher Typ.

Der Kritikpunkt, der bleibt, ist vor allem, daß die Charaktere als solche irgendwie "zu glatt wirken", zumindest die bekannten. "Hat man schon gesehen, kennt man schon", mag ein Grund sein, aber ich denke, daß es eher daran liegt, daß sie nicht mehr dieses kantige aus dem ersten Teil haben. Da waren alle extrem markant. Im zweiten Teil fand ich sie recht profillos und der dritte jetzt hat da auch noch nciht die Qualität des ersten, aber er steigert sich in diesem Punkt zumindest, verglichen mit dem zweiten.

- Manni ist weniger mürrisch, sondern jetzt mehr "Slapstick/Comedy" in einer Rolle als hypervorsorglicher werdender Papa.
- Diego - naja, dem fehlt zwangsläufig das, was ihn im ersten Teil ausgemacht hat: Die Rolle als fieser, skrupelloser Infiltrant, der sie alle ins Verderben führt. Den Part kann er natürlich nicht mehr haben, aber die Entwicklung im dritten Film, daß er seinen alten Biß zurückhaben will, gelingt recht gut und "er läuft zu guter Form auf".
- Sid, naja, Sid ist Sid. 'nuff said!
- Crash und Eddie sind jetzt sehr dezent in den Hintergrund getreten, aber die Szenen, die sie haben, die sitzen auf den Punkt.
- Ellie überzeugt mich immer noch nicht so ganz. Im zweiten Teil noch überzeugtes Opossum, das so langsam wieder zu Verstand kommt, ist sie jetzt im Prinzip so eine Art toughe Powermammutfrau, die prinzipiell ein "das geht schon klar und wird schon klappen" repräsentiert. Das ist prinzipiell nichts verkehrtes, aber unterm Strich fehlt mir bei ihr immer noch die Spritzigkeit und etwas mehr Humorigkeit.
- Scrat und Scratte laufen außer Konkurrenz
- Buck, den muß man sich selbst geben und selbst bewerten.

Kurz: "Ice Age 3" war mir das Eintrittsgeld definitiv wert.

Freitag, 3. Juli 2009

Gedicht-Wettbewerb

Heute gab es Post von der Bibliothek deutschsprachiger Gedichte. Das Basisgutachten, das ich angefordert habe bezüglich meines Beitrages zum diesjährigen alljährlichen Gedichtwettbewerb - und was ich bekommen habe, liest sich zum einen gut und zum anderen so:

[...]Sie umkreisen ein Thema von seelisch.geistiger Befindlichkeit. Um Ihre Arbeit zu beurteilen, haben wir uns vorrangig mit den Grundaspekten Originalität, Sprache, Inhalt und Bildhaftigkeit Ihres Gedichtes befasst.

Ihr Text bietet mit eigenständigen Einfällen eine sprachliche Form, die man nur als gelungen bezeichnen kann. Inhaltlich haben Sie eine sehr überzeugende Aussage zuwege gebracht. In punkto Bilderreichtum, das ist festzustellen, kann man Ihr hohes poetisches Vermögen wahrnehmen. Ihre Worte "Vorwärts ziehen Träume" bieten dazu ein prägnantes Beispiel.

Insgesamt überzeugt hier vor allem das listige Spiel mit der sprachlichen Variation und Wiederholung. Zusammenfassend kann man sagen, dass sich ein beeindruckendes lyrisches Einfühlungsvermögen zeigt. Was Ihre weitere Entwicklung in der Dichtkunst betrifft, so möchten wir Sie ausdrücklich dazu ermutigen, auch weiter Ihren Weg zu verfolgen - dass Sie ihr "poetisches Handwerk" bereits beherrschen, ist offenbar. Ihr Beitrag zeigt schon ein sehr ausgewogenes, anerkennenswertes Gesamtbild, einen besonderen Schwerpunkt sollten Sie auf die Ausbildung Ihrer Erfindungsgabe legen.[...]

Das liest sich doch sehr geschmeidig. ;) Natürlich muß man das ganze durchaus kritisch (positiv gemeint) sehen. Ich weiß nicht wie viele Texte da eingereicht werden und die alle durchzusehen und zu beurteilen bringt es einfach mit sich, daß da im Prinzip auf Standardformulierungen in den Gutachten zurückgegriffen wird - sofern man kein 4 Seiten langes ausführliches Gutachten anfordert. Vermutlich führt das dazu, daß die Jury erstmal grob in "Mist", "ok" und "gut" unterteilt und dann entsprechende "Formblätter" bemüht - außer bei den detaillierten Bewertungen, aber unterm Strich bleibt die positive, um nicht zu sagen "extrem positive" Beurteilung.

Damit ist gewährleistet, so weit lehn ich mich locker aus dem Fenster, daß ich auch bei dieser Teilnahem wieder in der Anthologie veröffentlicht werde - und für eine "Ego-Hure", wie sie jeder Blogger ist, ist das genau das, was man braucht.

Ach ja, wen es interessiert - das hier ist mein Beitrag.


"Vorwärts ziehen Träume
Ideen unausgesprochene Wünsche
Wir hoffen
Unbelehrbar
Auch ich bin so
Stets erhoffe ich
Doch
Ich verpasse Chancen
Und
Gelegenheiten ziehen rückwärts
Rückwärts ziehen Gelegenheiten
Und
Chancen verpasse ich
Doch
Ich erhoffe stets
So bin ich auch
Unbelehrbar
Hoffen wir
Wünsche unausgesprochene Ideen
Träume ziehen vorwärts"